Das Methaus bot nicht nur Trank und Unterkunft, sondern auch eine Bühne, auf der Rekja und Kudrun den Ruhm der Helden mehrten. Zum Groll Tormunds, des örtlichen Erzählers, der die volle Aufmerksamkeit für sein Schattenspiel begehrte. Er erzählte die Geschichte von Mirgal, von dessen Unterwerfung unter Bo∂a und von dessen Tod, aus dem unsere Welt erst geboren ward.
Während Ove und Rekja die Werft aufsuchten, um nach einem Schiff zu fragen, hielt Bjørn seine Ohren offen. Es hieß, dass viele schon Gulli und den Whar zum Opfer gefallen seien, und ihr Leben oder wenigstens ihr Boot verloren hätten. Doch statt sich gegen Gulli zu verbünden, befehdeten sich die einflussreichsten Kapitäne Nirgendwos untereinander. Ihre Überfälle brachten nicht mehr die alte Beute, und der harte Winter hinterließ seine Spuren.
Diese Kapitäne waren:
Kudrun zog sich zurück und beschwor einen Gefährten aus Magie: Myrkr, den Raben, wachsam im Verborgenen.

Hrolf, nach seinen Nachforschungen endgültig gewiss, dass seine Gefährten Gullis Beute geworden waren, schwor Rache. Und er schwor den Eid der Gemeinschaft, in den alle einstimmten. Alle, bis auf Bjørn, der erklärte, nicht an Rache zu glauben, und seinen eigenen Pfaden folgen zu wollen.
Am folgenden Tag begaben sie sich zu dem Seher. Kinickan, ein Wicker, drei Mann hoch, gewoben aus Holz, Zweigen und Wurzeln. Er hatte die Helden erwartet, und sprach zu ihnen in Prophezeiungen. Als er die Runen warf und ihr Schicksal las, erschrak er selbst über das, was er dort erblickte:
Ove, dem die Vergangenheit fehlte, solle den Brunnen der Weisheit aufsuchen und dort die Feder vorzeigen, die er von einer Walküre am Strand nach dem Überfall empfangen hatte.
Bjørn, von einem Fluch gezeichnet, solle nach Fallegur ziehen. Dort werde er jene finden, die er seit langem suche.
Rekja aber sah er an einem schrecklichen Ort, bei einem Turm aus Holz, und dort “ihn”, mit Schwert und fratzenverziertem Schild. Dort müsse sie einen Hauch der Wahrheit erlangen.
Zu Kudrun sprach er von einem König, von Bestechung, vom Blut einer Familie. Und er sprach: “Er ist hier.”
Über Siddhe aber nur: “Ihr müsst sie beschützen.” Und er schenkte ihr ein kleines Kätzchen, lebendig und aus Holz, so wie er selbst.

Als die Helden ihn nach dem untoten Aaron fragten, ward er ernst. Die Tore der Unterwelt seien offen. Eigentlich habe er die Helden dorthin schicken wollen, doch die Runen hätten es anders gewollt.
Im übrigen Teil der Stadt ward nur wenig offenbar:
Ein Streit zwischen der Crew der Grau und des Vipernschiffs, bei dem böser Worte mit Leben und Blut gesühnt wurde.
Eine Zeltstadt voller Flüchtlinge, mit Toki, aufgebracht und aufwieglerisch. Beowyln, die Jarlin von Nirgendwo verweigerte den Bau fester Hütten, aus Sorge um die schwindenden Holzvorräte.
Und schließlich ein Besuch bei dieser Jarl selbst, die mit den Waffen übte und den Helden wenig Hilfe bot.
So blieb ungewiss, wie die Helden Nirgendwo verlassen sollten. Ein eigenes Schiff war zu teuer, und eines zu stehlen schien unklug. Doch das Fest, das am Abend stattfinden sollte, versprach vielleicht eine Gelegenheit.
Weiter Richtung Bär.