Jeder Klan, der die Wellen des Schlangensees durchpflügt, führt sein eigenes Banner – ein wehender Stolz aus Stoff und Farbe, der Ruhm, Blutlinie und Schicksal verkündet. Diese Banner sind mehr als bloße Symbole; sie sind die Seele eines Klans, gewebt aus den Taten ihrer Ahnen, getränkt mit dem Ruhm ihrer gefallenen Krieger und oftmals gesegnet von den Völv.
Wenn ein Klan zur See fährt, fliegt sein Banner – hoch aufgezogen am Mast des Langschiffs. Freund und Feind erkennen diese flatternden Symbole von weitem: die purpurne Eule der Hallharn auf elfenbeinfarbenen Bannern, der goldene Schafbock der Tvar, der hellblaue Wal der Knattle, der rote Greifvogel der Örn im Flug, der blaue Vielfraß der Lutan auf schwarzem Grund, der Höhlenbär der Risa.
Es gibt einen Trick, um zu erkennen, ob das Banner eines Schiffes wirklich von den Handwerkern der Örn gewebt wurde und nicht von einem Fälscher. Obwohl wunderschön gewebt, mit starken, klaren Farben und einer Haltbarkeit von vielen Jahren, zieht sich stets ein Makel durch das Bild. Manchmal eine lange Linie in der falschen Farbe, andermal wird gar eine Lücke absichtlich eingewebt. Stets ein einziger Fehler, meist klein, aber fürs Auge erkennbar, selbst aus der Ferne. Die Signatur jener, die in den Künsten und Handwerken der Örn arbeiten, und eine Verneigung vor Palter, dem unvollkommenen Gott des Steinhofs.
Die Banner von Fallegur sind Stolz und Warnung zugleich. Sie verkünden, wer man ist, woher man kommt, und welchen Ruhm der Klan trägt. Euer Name mag vergehen, aber das Banner und der Ruhm, den es trägt, wehen, so heißt es, ewig in den Winden der Schlangensee.