Der Hexenkönig war ein furchteinflößender Gegner, doch schien er zunehmend frustriert und irritiert darüber, dass weder sein Wald noch der Hexenklan noch die Huldra ihm zu Hilfe eilten. All diese Gefahren hatten die Schicksalsträger bereits vor der Konfrontation beseitigt. So beschloss er zu fliehen, sein Schild formte eine Kuppel aus undurchdringlichem Eisenholz, und er verschwand.
Aus den Spinnennetzen über ihnen kletterten zwei skorpiongleiche Spinnentiere herab, die den Helden mit ihren Netzen, mit Säure, Gift und Stacheln empfindlich zusetzten. Die irritierten Blicke der verbliebenen Hexen ließen vermuten, dass auch sie von der Anwesenheit dieser Monster überrascht waren. Doch konnten weder sie, noch die Rückkehr des Ratatoskr den Kampf wenden. Die Monster zerfielen zu Stein, offenbar das Schicksal toter Jötunn, die nicht in ihrer Welt starben. Dem feigen Eichhörnchen gelang erneut die Flucht.
Auf dem Tisch in der Mitte des Raumes fanden Rekja und Bjørn drei Landkarten:
Eine von Grimnir, gespickt mit unzähligen Eisennägeln, teils mit roten Bändern verziert. Sie zeigte, so vermuteten die Helden, die Aufenthaltsorte von Hexen und heimlicher Eisenholzthralls. Jeder Klan schien befallen.
Eine Karte, die vom Hexenkönig im Streit mit der Matronin zerknüllt worden war, zeigte die Umgebung von Skeio, einer wichtigen Tvar Siedlung im Norden der Insel und der Heimat der Tvar, Giladdon, im Süden.
Und eine scheinbar provisorische Karte aus bräunlichem Schilf zeigte eine unbekannte Welt, scheinbar aus Lava.
Derweil kletterten Kudrun und Ove weiter nach oben. In einer reich verzierten Baumhöhle fanden sie mehrere Gestalten: ein jammerndes Ratatoskr, eine schwächliche Hexe, die ihre Verwandlung offenbar noch nicht vollständig hinter sich gebracht hatte, und einen Gnom mit blutender Augenbinde, kopfüber aufgehängt, offenbar gefoltert. Weder mit dem Ratatoskr noch mit der Hexe konnten die beiden viel Geduld aufbringen, und so fanden beide hier ihr Ende.
Der Gnom namens Rud blieb nach seiner Befreiung misstrauisch und wenig freundlich. Er war blind, denn die Hexen hatten ihm beide Augen entfernt, und er vermutete hinter seiner Befreiung eine weitere Finte, um ihn zum Reden zu bringen.
In den folgenden Tagen, nachdem die Schicksalsträger ihn mit sich genommen und notdürftig versorgt hatten, fasste er langsam etwas Vertrauen und begann ein wenig zu berichten. Auch er war offenbar durch die Kraft des Regenbogenspeers nach Grimnir gebracht worden. Seine Welt sei bereits von den Jötunn vernichtet worden. Die Überlebenden kreuzten seitdem auf Schiffen die Lavasee und flohen vor den Jötunn.
Des Weiteren fanden Kudrun und Ove in der Höhle zahlreiche Edelsteine und Gold, offenbar den Schatz des Königs, und dazu ein seltsames Gemälde, dass laut eigener Aussage aus Ruds Welt stammte. Es zeigte drei Gestalten: die Matronin, Mirgal und eine junge Frau Anfang zwanzig. Letztere sah Siddhe verblüffend ähnlich.
Derweil versuchte der Hexenkönig zurückzukehren und die Karten an sich zu nehmen die er zurückgelassen hatte. Doch Bjørn, der eigentlich kaum noch aufrecht stehen konnte, konnte ihm einige tiefe Wunden zufügen, und so verschwand er erneut in einem Eisenholzbaum.
Es war höchste Zeit, diesen verhexten Wald zu verlassen. Kudrun, nun scheinbar eins mit dem Wald, konnte die Gruppe durch einen der Bäume in die Nähe der Grau teleportieren. Es roch dort aber nach Rauch, und so erkundeten Ove und Kudrun zuerst die Lage, während die anderen, noch immer schwer verwundet, mit Rut zurückblieben.
Die Grau lag an Land, den Bug nach oben. Ove und Kudrun schlichen sich näher und fanden die Crew verängstigt im Schutz des Schiffs verborgen. Sie berichteten von einem Drachen, unfassbar groß. Doch Ove, von einer scheinbar selbstmörderischen Neugier getrieben, ließ sich den Weg weisen und erklomm einen Hügel. Viel zu spät erkannte er, im Mondlicht zwischen den Schneewehen verborgen, die tatsächliche Gestalt eines gewaltigen weißen Wyrms.
Der Wyrm erspähte ihn, und sein eiskalter Atem fegte Ove beinahe von den Füßen. Doch wich er keinen Fußbreit zurück. Der Wyrm breitete seine Schwingen zu voller Größe aus, majestätisch und furchteinflößend. Aber Ove hield stand, und aus irgendeinem Grund schien der Drach den kleinen Mönch nicht für eine gute Mahlzeit zu halten. Und so erhob er sich in den Himmel und flog davon.

Die Rückfahrt nach Drifthall verlief, bis auf eine Vision eines belagerten Hafens und Festung von Rekja in einer Nacht, ereignislos. Auf Drifthall wurden die Schicksalsträger von den Klans euphorisch empfangen, hatten sie die Bedrohung durch die Hexen, wenn nicht beseitigt, doch mindestens stark reduziert. Die Völv riefen die Helden in ihr Hjemskip, die weiteren Pläne zu besprechen.
Fyrkat, Leibwache der Völv, erinnerte sich an Korrespondenz aus Skeio, dem Ort den die zerknüllte Karte abbildete. Sie holte eine Reihe von Briefen, scheinbar belanglos, die sich aber teilweise fast bis aufs Wort identisch wiederholten. Niemand verstand, was es mit ihnen auf sich hatte.
Außer Ove.

Nach kurzer Betrachtung erkannte er, dass die kleinen Abweichungen zwischen den Seiten eine Rune bildeten:
„Helft uns!“