Von allem, was in den Wäldern auf euch wartet, sind es diese Kreaturen, über die ich am wenigsten gern rede. Nicht weil sie das Schlimmste wären. Weil sie mit das Hässlichste sind, was ich je mit eigenen Augen gesehen habe.

Stellt euch vor, ein Wahnsinniger hätte einem Tausendfüßler ein Menschengesicht gegeben und ihn danach von innen nach außen gestülpt. Das kommt der Sache schon einigermaßen nahe. Ich habe mutigste Krieger erbrechen sehen, noch bevor es zu einem Kampf kam.

Wir glauben, sie sind Wächter der Jötunn, aber ganz sicher kann man sich dabei nie sein.

Sie bauen Netze, um schnell fliehen zu können. Fingerdicke Stränge von Krone zu Krone.

Der Rest geht schnell. Sie spucken Netze aus der Höhe, um euch festzuhalten. Dann ein Sprung, dann der Stachel. Das Gift braucht keine Minute, um aus einem gesunden Krieger etwas zu machen, das sich nur noch als Brei zu bezeichnen lässt. Sie tragen ihre Beute tief in ihr Netz, ehe sie zu fressen beginnen…

Lauft nicht. Sie sind zu schnell, zu hungrig, um euer Fleisch verderben zu lassen. Darum gibt es auch so wenige, die von ihnen verlässlich erzählen können.

Ich habe mich mehrmals mit ihnen angelegt. Und doch habe ich nie einen von ihnen sterben sehen. Sobald es schlecht für sie steht, sind sie auf der Flucht, manchmal schnappen sie jemanden und verschwinden, noch ehe ihr die Axt gehoben habt.

  • Luta, Göttin des Willens, wie es die Lutan an ihren Wanderfeuern erzählen