Vor dem Aufbruch zum Hexenkönig galt es Abschied zu nehmen.
Bjørn traf Krimhild, seine Tochter, die er seit beinahe zwanzig Wintern nicht mehr gesehen hatte. Zum ersten Mal erfuhr er, dass er Enkel hatte. Doch einer von ihnen war im Kampf um Rockpike gefallen.
Rekja besuchte eine Cousine, die ihr einen Schutztalisman ihrer Tante Sigrun überreichte, da diese nicht mehr in der Lage war zu reisen.
Mehrere Jarls wollten den Schicksalsträgern Lynn, die immerwährende Ziege, abkaufen. Nach langer Diskussion – auch mit der Ziege selbst – wurde sie schließlich Oda, der Jarlin der Örn, überlassen.
Die Riesa baten die Schicksalsträger erneut, auf ihrer Reise Farlanding zu besuchen. Dort vermuteten sie den Rest ihrer Flotte, die längst an der Drifthall hätte eintreffen sollen.
Die eigentliche Reise führte zunächst den Weg zurück, den Drifthall in den vergangenen Tagen getrieben war. Nur ein Zwischenfall störte die Überfahrt. Im Nebel trieb ein verlassenes Langschiff, dessen gesamte Besatzung von Trieben aus Eisenholz durchbohrt worden war. Ein Teil der Vorräte war verdorben, doch eine Kiste voller Äpfel wirkte noch frisch. Weder Kudrun noch Bjørn schöpften Verdacht, dass nach jahrelangem Winter kein Apfel so frisch sein konnte, und so aßen beide davon bevor Rekja einschreiten konnte. Besonders Kudrun sollte diese später bereuen, denn die Früchte waren mit einem Fluch belegt, und würden jede Nacht an ihren Lebenskräft zehren.
Nach wenigen Tagen endete die Seereise und der weitere Weg musste zu Fuß zurückgelegt werden. Der Wald hier war teilweise von Eisenholzbäumen durchsetzt und schien die Schicksalsträger nicht dulden zu wollen. Kudrun blieb unbeeindruckt, aber allen anderen machte das Vorankommen schwer zu schaffen, denn jede Wurzel und jeder Ast schienen sich ihnen in den Weg zu stellen.
Bei Einbruch der Dunkelheit erreichten sie endlich ein Dorf, das im und unter dem Wald begraben lag. In den Überresten der Hütten fanden sich Skelette von Zwergen, allesamt von Eisenholzwurzeln durchbohrt. Den Beschreibungen nach musste dies, das Heimatdorf Hroarrs sein, dem er vor mehr als 300 Jahren entflohen war, ehe er später Jarl der Knattle wurde.
In der Nacht wurden sie von zwei Wesen, die die Völv Myling nennen, heimgesucht, den Geistern verstorbener Zwergenkinder, die Bjørn und Ove umklammerten. Rekja hatte ihr Kommen bemerkt, sie jedoch nicht als Bedrohung eingeschätzt. Bjørn sah dies anders und versuchte, den Geist gewaltsam abzuschütteln, wurde dabei jedoch schwer verletzt. Schließlich erkannten Kudrun und Ove, dass die Wesen lediglich eine letzte Ruhestätte suchten und brachten sie zu den Überresten eines Friedhofs in dem die Geister sich bereitwillig in Baendur-Tradition bestatten ließen.

Am Morgen führte die Reise weiter nach Osten. Noch immer war Kudrun geplagt von den Äpfeln, und noch immer schien der Wald alles daran zu setzen, ein Vorankommen zu verhindern. Gegen Nachmittag erhaschten die Schicksalsträger schließlich einen Blick auf ihr Ziel: den Turm des Hexenkönigs, so wie sie ihn viele Wochen zuvor in einem Traum, und Wochen davor in einer magischen Apparatur im Turm von Kekkel erblickt hatten.
Nach einem frühen Nachtlager brachen sie noch vor Sonnenaufgang auf, um den Turm im Schutz der Dunkelheit ungesehen zu erreichen. Noch ahnten sie nicht, dass längst etwas ihre Spur aufgenommen hatte.