Ruhm, den suchen wir, nicht wahr?
Ich habe nie jemanden gefragt, was genau er damit meint. Man fragt nicht. Man nickt, man hebt den Becher, und man trinkt. Aber wer lange genug in Gesichter geschaut hat, am Feuer, nach dem Kampf, wenn die Kälte taubt macht und der Schnee nicht aufhört, der sieht, dass jeder etwas anderes sucht. Und kaum einer nennt es beim richtigen Namen.
Der eine will vielleicht von den Göttern gesehen werden. Der andere will sich selbst finden. Der dritte will heimzahlen, was ihm genommen wurde.
Ruhm ist das Wort, die Währung, die man sammelt, wenn man lang genug auf dieser Reise unterwegs war und das Ziel nicht aus den Augen verloren hat.
Was ich weiß: Der Sturm fragt nicht danach. Die Brücke, die unter dir bricht, fragt nicht. Der Frost, der in die Knochen kriecht: sie fragen nicht, was du suchst. Sie nehmen dich so, wie du bist. Und wer danach noch geht, der geht nicht für das, was sie Ruhm nennen.
Der geht, weil jemand neben ihm, mit ihm geht.