Grimnir ist ein hartes Land. Im Norden liegen Inseln, bedeckt von Eis und Schnee und unaufhörlich von eisigen Winden gepeitscht, während im Süden Vulkane und zerklüftete Lavafelder das Land überziehen. Der Schlangensee windet sich zwischen diesen beiden rauen Extremen hindurch und umschlingt die inneren Kontinente sowie unzählige Inseln.
Grimnir wurde aus Mirgals Opfer erschaffen, und es heißt, die Schuld und die Qual des Zauberers über seinen Verrat und sein Versagen seien der Grund dafür, dass die Welt so unbändig aufgewühlt ist. Nach dem Exodus breiteten sich die zähen Neuankömmlinge aus, und die Vanir errichteten ihre Hauptfeste auf dem zentralen Kontinent, auf dem geheimnisvollen Gebirgszug, den sie Turnfjall nannten. Jahr um Jahr wachsen diese Berge höher, als wären sie entschlossen, den Himmel zu durchstoßen, aus Gründen, die nicht einmal die Götter kennen.
In diesem Land der Mythen und Legenden gelten seit Jahrhunderten unerschütterliche Gesetze: Die Tapferen sterben im Kampf und reisen zu den goldenen Hallen, wo sie bei den Vanir in ewiger Herrlichkeit weilen. Die anderen finden ihren Frieden in Hels Unterwelt, wo sie ruhen bis zum Ende aller Tage. So war es immer. So sollte es immer bleiben.
Manchmal stellen die kleinsten Ereignisse die größten Wahrheiten in Frage. Was sich an jenem stürmischen Tag an einem verlassenen Außenposten der Beißenden Sande zutrug, sollte nicht nur das Weltbild eines legendären Helden und seiner Gefolgsleute erschüttern…