Auf Geheiß des Ratatoskr stürzten sich ganze Schwärme von Eichhörnchen auf Rekja und sie überlebte nur um Haaresbreite einem Hagel aus Nüssen und Steinen. Als es den Helden endlich gelang, die kleinen Kreaturen unschädlich zu machen, floh der Ratatoskr ins Gebälk des Dachstuhls und beschwor einen dichten magischen Nebel, der allen die Sicht nahm.
Die schwere Tür zum Balkon öffnete sich, durch den Nebel kaum zu erkennen. Eine massive Gestalt in schwerer Rüstung betrat den Raum, Holzbalken ächtzen unter seinem Gewicht: der Hexenkönig.
Im Schild an seinem linken Arm prangte eine grässliche Fratze. Jene der Helden, die es wagten, ihn anzugreifen, mussten sich glücklich schätzen, nicht ihren Arm zu verlieren, denn die Fratze schnappte nach allem, was ihr zu nahe kam.
Er schein auf der Suche nach etwas, oder jemandem zu sein. Unklar ob er fündig wurde wechselte er einzig mit Kudrun wenige Worte. Sie sprach ihn an, und er antwortete: „Der Winter geht an unserer Leine. Die Rindenlosen sind fast mürbe gefroren. Komm in den Hain, an seiner Wurzel ist dein Platz!“
Dann verschwand er so plötzlich wie er gekommen war, und mit ihm auch der Ratatoskr. Die Schickalsträger, die sich auf einem Balkon im Hexenschrein wiederfanden, sahen nur wir er direkt in einem mächtigen Eisenholbaum verschwand. Das riesige Eichhörnchen floh über die Äste, konnte aber durch Kudruns Zauber tief im Wald zu Fall gebracht werden.
Obwohl es eigentlich Mittagszeit sein sollte, war hier draußen ewige Nacht. Ein großes Tal, dicht bewaldet, lag vor ihnen, und ein Treppe führte hinab in den finsteren Wald.

Nach einer bitter notwendigen Rast machten sich die Helden an die Verfolgung des Ratatoskr. Alle hatten erneut mit Unterholz, Dornen und Wurzeln zu kämpfen, nur Kudrun schritt erneut merklich unbeschwert durch den Wald als wäre es ihr Zuhause.
Schließlich erreichten sie einen steilen Hügel, auf dessen Höhe sich ein weiterer Wald erhob. Und in den Wipfeln dieser Bäume wiederum, befanden sich hölzerne Plattformen.
Der Aufstieg wurde durch Schwärme unnatürlicher Käfer, scheinbar auch aus Eisenholz, erschwert. Kudrun schwebte nach oben um ein Seil in den Wipfeln zu befestigen. Doch die Käfer setzten allen anderen beim Klettern schwer zu.
Die Helden fanden sich einem Labyrinth von hölzernen Pfaden und Plattformen wieder, während über ihen ein unheimlicher, lautloser Sturm tobte.
Auf der nächsten größeren Plattform entbrannte ein Kampf gegen zwei der Eisenholzhexen und einer wolfsartigen Gestalt mit leuchtend gelb-blauen Augen und Tentakeln auf dem Rücken. Hier sollte sich leider herausstellen, dass Kudruns neues Kleid mit einem Fluch belegt war, der den Hexen erlaubte, kurzzeitige Kontrolle über sie zu erlangen. Trotzdem gingen die Schicksalsträger auch aus diesem Kampf letztendlich als Sieger hervor.

Doch es gab noch mehr zu entdecken: An einer Seite der Plattform baumelte kopfüber eine menschliche Gestalt. Und neben einem Topf, aus dem der leckerste Eintopf aller Zeiten duftete, stand eine Holzbank mit toten Raben. Unter der Bank versteckte sich ängstlich ein Zwerg, in der vergeblichen Hoffnung nicht entdeckt zu werden.