9. Februar 2019

Togrims Tagebuch, Auszug 18

Ches 5, 1494 DR

Wir treffen Bambra, die uns – zu allseitiger Erleichterung – den Schrumpfkopf abnimmt. Offenbar war er mit unserer „Leistung“ einigermaßen zufrieden. Wenn das mal nicht eine tolle Referenz ist…

Nachdem Ean erst Anfang nächsten in Monats Helm’s Hold erwartet wird, beschließen wir uns ein paar Wochen Pause zu gönnen.

Ches 6 - 29, 1494 DR

Ich versuche meinen Bardenkollegen in der Stadt etwas mehr Informationen über die Gesamtsituation mit den Riesen zu entlocken. Viel Neues kann man mir nicht erzählen, und tatsächlich erfahre ich das meiste aus einem zweiten Brief aus Yartar: Offenbar haben auch die Frostriesen das Kriegsbeil ausgegraben. Ihr Anführer ist ein gewisser Jarl Storvald, ihr Stützpunkt das Meer des wandernden Eises, von wo aus sie die nördliche Schwertküste mit großen Schiffen unsicher machen. Neverwinter scheint momentan noch weit genug südlich zu liegen.


Ean verbringt seine freie Zeit abwechselnd im Spielkasino und im Tempel, die klassische Kombination.

Lilleni lässt sich von einem Druiden das Druidentum beibringen. Sie wirkt auffällig entspannt.

Gilchrist will wohl Mönch werden. Aber „mehr so ein Shaolin- und weniger so ein betender Mönch“.

Ches 30, 1494 DR

Wir wollen Lillenis Katzensattel abholen, den sie in die rostigen Röhre bestellt hatte, eine Tarverne ein Stück außerhalb der Stadt. Leider können wir aber nicht einfach nach draußen spazieren: An den Toren werden alle Passanten genau inspiziert, offenbar sucht man eine Kerze (!), die einem der örtlichen Zauberer gestohlen wurde. Klar, völlig angemessen.

Wir sind erst etwas nervös wegen all unserer Wertgegenstände (großer Diamant, z.B.). Noch viel nervöser ist aber Gilchrist; so nervös, dass er erst einmal wieder umdreht und das Weite sucht. Ob er wohl etwas mit dieser Kerze zu tun hat? Ist „Kerze“ vielleicht ein Code-Wort?

Wir reihen uns schließlich doch in die Schlange ein, und auch Gilchrist stößt nach einer Weile wieder zu uns. Die Wachen haben keine Ahnung wie ein Bag of Holding funktioniert – da haben wir uns wohl zu viele Gedanken gemacht.


Die rostige Röhre bringt gleich zwei Überraschungen: Sie ist eigentlich ein Bordell. Und sie wird geführt von Eans Mutter.

Wir werden freundlich aufgenommen, aber Ean ist die Situation irgendwie unangenehm, und er drängt uns bald wieder zurückzukehren. Dabei ist seine Mutter enttäuschend diskret und weigert sich peinliche Geschichten über ihren Sohn zu erzählen.

Der Sattel ist auch da. Glücklicherweise hat er keiner der Damen (oder Herren) der rostigen Röhre gepasst…

Wir verabschieden uns und machen uns auf den Weg Richtung Helm’s Hold. Ean bekommt noch einen Brief mit auf dem Weg, mit erstaunlichem Inhalt: Seine Mutter beichtet ihm, dass Eans Vater – der beim Brand der Mühle von Eans Familie gestorben war – wohl Schmuggler gewesen sei. Der Brand stand wohl in Zusammenhang mit seiner Schmuggelei. Armer Ean.

Tarsakh 1, 1494 DR

Helm’s Hold entspricht der Erwartung: Eine große Festung, überall Paladine, auf ihren polierten Rüstungen das Symbol des Auges von Helm. Vor dem Eingang der großen Kathedrale zeigt Ean seine Vorladung. Man lässt uns eintreten.

Innen warten Würdenträger des Ordens: die Auserwählte von Helm und drei Erzbischöfe (nach Jahreszeiten benannt). Und endlich erfahren wir, warum Ean eigentlich gerufen wurde. Er habe gegen die Grundsätze des Ordens verstoßen: Einen Unschuldigen getötet (man fragt sicher welcher gemeint ist). Eine Frau ihrer Rüstung beraubt.

Er müsse drei Prüfungen bestehe um Abbitte zu leisten. Ean akzeptiert.

Die Auserwählte hebt ein Schwert und ein Lichtstrahl fällt auf Ean und – er verschwindet. Wir sind beunruhigt.

Wenige Minuten später taucht er so plötzlich wieder auf wie er verschwunden ist, aber sieht äußerst erschöpft aus. Später erzählt er, von fremden Dörfern, wo er Menschen heilen, retten und beschützen musste. Es klingt alles sehr paladin.

Zwei weitere Prüfungen stehen ihm noch bevor: Er soll Zurückhaltung üben (kleinere Einsätze beim Würfelspiel?). Und er muss – wenn die Zeit reif ist – einen Champion von Helm besiegen.

Und noch eine Aufgabe hat der Orden für ihn, und die ist eher makaber: Es stellt sich heraus, dass Eans Vater überhaupt nicht beim Brand der Mühle umgekommen ist. Stattdessen hat der Orden, der selbst für den Brand verantwortlich war, Eans Vater wegen Schmuggelei festgenommen und lange Zeit festgehalten. In Gefangenheit ist er schließlich gestorben (wir erfahren nicht woran), und als ein Wiedergänger wiedergekehrt, bereit sich als Untoter an den Paladinen zu rächen. Ausgerechnet Ean soll sich nun der Situation annehmen.


Als wäre der Tag noch nicht interessant genug gewesen treffen wir vor den Toren der Festung Harshnag, als hätte das Schicksal es so gewollt. Selbst ein Frostriese, steht er auf der Seite der „kleinen Völker“, und möchte den Krieg der Riesen beenden.

Wir fragen ihn, ob er uns zum Auge des Allvaters begleiten möchte, oder zumindest den Weg zu den Tempel, wohin wir auf Rat der Drachens reisen sollen. Er stimmt zu, uns zu führen und wir brechen auch sofort auf, denn die Reise wird viele Tage dauern.

Tarsakh 2 - 6, 1494 DR

Wir folgen der Küste Richtung Norden. Nach wenigen Tagen kommen wir an der Hafenstadt Port Llast vorbei. Auf die Ferne sehen wir mehrere Frostriesen die Stadt verwüsten. Ein großes, unheimlich aussehendes Schiff liegt im Hafen. Wir möchten nicht eingreifen.

Die nächste Stadt, Luskan wurde wohl bisher verschont, aber sie wird von Piraten geführt. Wir decken uns mit zusätzlicher Winterkleidung ein, aber verlassen die Stadt so schnell wie möglich.

Tarsakh 7, 1494 DR

Harshnag, der sonst immer ein Stück voraus reist, wartet auf uns. Hinter einer Anhöhe hat er einige Feuerriesen erspäht, die mal wieder ein großes Loch graben. Harshnak möchte sie gemeinsam angreifen, wir willigen ein.

Die Riesen erweisen sich als äußerst starke Gegner, aber mir vereinten Kräften können wir sie bezwingen. Im Loch finden wir ein Stück einer wahrlich monströsen Rüstung. Die Riesen hatten wohl eine Art „Wünschelrute“, die sie hierher geführt hat. Wir möchten das Artefakt nicht einfach zurücklassen, sind uns aber nicht sicher, wie und wohin wir es bringen können. Der nähste Ort ist Mirabar. Aber ob die Zwerge es schätzen, wenn wir ihnen das Rüstungsstück (und potentiell weitere Feuerriesen) in ihre Stadt bringen, ist zweifelhaft.