22. Juli 2018

Togrims Tagebuch, Auszug 7

Alturiak 9, 1494 DR

Von wegen Nachtruhe! Kurz nach Mitternacht kommt ein ziemlich angetrunkener Barde (dessen Namen ich schon wieder vergessen habe) durch die Nacht laut schreiend zur Taverne gerannt. Goldenfields werde angegriffen, berichtet er!

Wir schälen uns aus unseren Betten und rennen zum Marktplatz – begleitet vom Wirt Miros und anderer Einheimischer – und tatsächlich: Plündernde Goblins, Grottenschrate, Oger! Brennende Gebäude!

Es bricht ein Kampf aus, den ich bis gestern noch als „episch“ bezeichnet hätte. Es gelingt uns alle Angreifer zu besiegen (auch dank Goldenfields wandelndem Baum, der sich als plötzlich weit weniger friedlich entpuppt, sowie Miros, der vor Trauer und Wut alle Angreifer schier zwischen seinen Armen zerquetscht). Lediglich der Barde überlebt den Kampf nicht. Ich würde ihm ja ein Heldenlied schreiben, könnte ich mich doch nur an seinen Namen erinnern…


Wir bewegen uns weiter zur Abtei. Auch hier sind Oger und Goblins zugange, auch hier machen wir kurzen Prozess.

Nach Ende des Kampfes klettere ich auf den Turm. Von hier aus sieht man die ganze Mauer um Goldenfields ; anhand der fehlenden Wachfeuer ist klar zu erkennen, dass die Eindringlinge die Mauer im Südosten überwunden haben. Offenbar haben auch noch nicht alle Wachen überhaupt bemerkt, was vorgefallen ist. Ich läute die Glocken.


Wir beschließen im Südosten nach dem Rechten zu sehen, uns aber möglichst nicht in einen Kampf verwickeln zu lassen. Wir kommen gerade rechtzeitig, als zwei Hügelriesen („Lob“ und „Ogg“) die Mauer überwinden. Unsere Versuche uns im Weizenfeld zu verstecken scheitern, möglicherweise war einfach der wandelnde Baum nicht unauffällig genug…

Wir verzögern den Kampf lange genug, bis einige der örtlichen Wachen auftauchen und greifen dann an. Die Riesen erweisen sich als starke Gegner und bringen einige der Wachen um. Letztendlich überwältigen wir aber beide; sie ergeben sich.

Wir erfahren (offenbar sprechen Lilleni und Ean riesisch!), dass sie von ihrem Anführer Guh geschickt wurden, der angeblich in Grudd Haug haust. Er würde die anderen Riesen erpressen, so dass sie für ihn plündern, und vor allem Nahrung besorgen.

Gilchrist nutzt die kurze Atempause um sich erst einmal beim den verbleibenden Wachen lautstark zu beschweren; über die generelle Unfähigkeit des Wachpersonals, den Zustand der Verteidigungsanlagen, die mangelhafte Organisation, und die Gesamtsituation ganz generell! Ich schätze da wird noch ein wütender Leserbrief an die örtliche Dorfzeitung folgen…

Eine weitere Wache kommt atemlos angerannt; sie berichtet, dass das ein Angriff auf das Haupttor bevorsteht, und bittet uns mitzukommen. Wir folgen, lassen aber den Baum und einige Wachen bei den gefangenen Riesen zurück.

Aus dem Nichts taucht plötzlich Hoobert , Gilchrists Brieftaube treuer Begleiter auf.


Am Tor finden wir Strog, den Anführer der örtlichen Wachen. Er hat den ganz und gar genialen Plan erdacht, seine Verteidigungsanlagen zu nutzen, indem er die Armee von Ogern, Riesen und Goblins (und es ist tatsächlich ein Armee) vor den Mauern bekämpfen möchte. Er bittet uns einen Teil seiner „Streitkräfte“ zu kommandieren. Wir lehnen dankend ab.

Gilchrist und Hoobert versuchen von oben einen Überblick über die Lage zu gewinnen, und erspähen eine kleine Karavane, die auf die Stadt zukommt. Es gelingt den beiden, die Neuankömmlinge zu warnen, und sicher wieder hinter die Stadtmauern zu uns zu kommen.


Wenig später bricht die eigentliche Schlacht aus. Strog macht seinen großartigen Plan wahr und führt seine Kämpfer vor das Haupttor. Sorgfältig lässt er dabei in der Mitte eine saubere Schneise frei, so dass die Goblins und Oger ihrerseits zum Tor durchbrechen, und den Rückzug der Wachen verhindern können. Wenn ich später von diesem Kampf berichte, werde ich ihn wohl wirklich als „episch“ beschreiben, und dabei vielleicht gewisse Details besser übergehen…

Wir beteiligen uns am Kampfgeschehen vom Schutze der Mauern aus. Ean und Gilchrist verteidigen das Tor, und zwar von Innen.

Letzendlich müssen viele Kämpfer ihr Leben lassen, am Ende aber ist Goldenfields siegreich!