Ketis

Ketis

· Triton

Gespielt von Michael

Ein Aussteiger aus Brampton

Ketis betreibt als Fischer und Fährmeister eine kleine Einsiedelei am Fluss genau zwischen Baldur’s Gate und Elturel. Mit dem Leben in der Stadt hat er in seiner Kindheit keine guten Erfahrungen gemacht, daher hält er gerne Abstand zur Gesellschaft.


Ketis hatte genug einfach von Baldur’s Gate. Von den Leuten, von den Machenschaften und von der ständigen Angst über den Tisch oder die finstere Gasse gezogen zu werden. Dann ist er einfach weggezogen, flussaufwärts und alleine. Es ist nicht so, als hätte er den Ort immer schon gemieden. Seine Eltern, dem zwielichtigen Handel nicht abgeneigt, zogen nach Baldur’s Gate als Ketis noch kein Halbling groß war. Er lernte schnell, sich zu integrieren. Kleine Boten-Jobs für kleine Geheimnisse, kleine Geheimnisse gegen etwas Silber, etwas Silber für die großen Jungs, die ihn sonst verprügeln würden. Als die ersten Barthaare sprossen, gingen die nun etwas größeren Goldmünzen dann eben an die Gilde. Andere Leute, gleiches Spiel.

Seine Eltern hat er oft über Wochen nicht gesehen. Das war unter anderem eine Auswirkung davon, dass er sich nie der Frage stellen wollte, was genau sie denn als Beruf ausüben. Niemand kommt mit guten Absichten nach Baldurs Gate. Deshalb hielt er sich fast nie zu Hause auf, war stets unterwegs in den engen Gassen der unteren und äußeren Stadt um sich nur noch eine Nacht außer Haus zu organisieren. Wie man enge Bindungen eingeht, lernte Ketis nie. Trotzdem weiß er an jeder Ecke der Stadt, an welcher Tür man anklopfen muss um sich einen anonymen Platz zum Schlafen zu organisieren oder gar unversteuerte Waren an den Mann bringen kann. Sein Zuhause der Jugend war Brampton, die untere Stadt. Neben den Boten-Jobs gab es so einiges zu tun in der Stadt. Tempel z.B. waren oft erstaunlich gütig wenn man nur das richtige Gebet laut aussprechen konnte. Ketis kennt sie alle. Oder die Pfauenzucht, eine reine Augenwischerei. Da in Baldur’s Gate nur Tiere erlaubt sind, welche kleiner als ein Pfau sind blüht die Pfauenzucht an diesem Ort ungemein. Regelmäßig verdient sich Ketis eine goldene Nase, indem er vor den Toren der Stadt für teures Geld riesige Strauße an unwissende Touristen verkauft. Viele haben beides noch nie gesehen.

Und natürlich gibt es da noch das Geschäft mit den Perlen. Wann immer sich Ketis für einen Tag in die Tiefen des Meeres zurückzieht, sammelt er neben seinen Gedanken auch noch ein paar Perlen. Zu den Meerestieren fühlt er sich verbunden, Fische fängt er nur im Süßwasser. Schalentiere sind ihm egal.

Dann kam der Bruch und Ketis beschloss, Baldur’s Gate den Rücken zuzuwenden.