Zariels Luftschiff

Lesedauer ~ 6 Minuten · 29. August 2021

Unser nächstes Ziel soll also Zariels Luftschiff sein. Mittlerweile können unsere Unterfangen Zariel auch nicht mehr entgangen sein. Sie wird ahnen, dass wir kommen. Viel Zeit sollten wir nicht mehr vergehen lassen. Etwas Vorbereitung brauchen wir dennoch. Toni zieht sich mit seinem Zauberbuch zurück. Ich bereite meine Ausrüstung vor, putze die Stiefel, prüfe alle Schnallen und Ösen der Rüstung. Die Gewohnheit macht sich bewährt. Mit dieser Routine kehrt auch etwas Ruhe ein, über die weiteren Pläne nachzudenken. Wir haben Haruman vernichtet, wir hatten eine Audienz bei Tiamat, wir planen mit der Hilfe von Olanthius, von Kostchtchie, vielleicht auch von Ralzala. Bel wird nicht an unserer Seite kämpfen. Lulu ist bei uns. Das macht die Sache komplizierter. Ziehen wir los, ihre Freundin Zariel zu vernichten? Unser Vertrag mit Bel fordert zumindest, ihr das Handwerk zu legen. Was passiert, wenn wir Zariel vernichten? Befreien wir damit Elturel oder ist es nur eine der vielen Hürden auf dem Weg dorthin? Kann Zariel vielleicht gerettet werden? Sie war einst auf dem guten Pfad, ihre Absichten waren, das große Leid der Kriege zwischen Dämonen, Teufeln, himmlischen Wesen und Sterblichen zu beenden. Bislang ist ihr das nicht gelungen, noch treibt sie selbst die Kriege an, noch ist sie selbst die größte Feldherrin im Leid, das sie zu verhindern gesucht hat. Vielleicht werden wir sie vernichten müssen, auch wenn der Weg danach und das Schicksal der Höllen, Torils und Himmel weiter ungewiss sein werden. Vielleicht können wir sie erretten, zurück auf den rechten Weg führen - auch wenn das vielleicht nicht reichen wird, alles ungeschehen zu machen. Unsere zweifelhaften Verbündeten werden sicherlich die Verhandlungen nicht einfacher machen. Doch ohne sie wird unser Auftritt kraftlos und sicher nur von kurzer Dauer, ehe wir auf die eine oder andere Weise in die Reihen der Teufelssoldaten Zariels aufgenommen werden.

Besuche

Meine Gedanken führen zu keiner Lösung. Sie kreisen noch eine Weile vor sich hin, bis aus einiger Entfernung ein kleines Teufelchen erscheint. Er kommt mir bekannt vor. Er sah besser aus, als wir ihn zuletzt getroffen haben. Pipkip ist hier, auf Geheis von Bel. Er trägt einen länglichen Stein bei sich, schimmernd in den Farben des Regenbogens. Er übergibt ihn Ketis, mit den besten Empfehlungen Bels. Der Stein könne helfen, den mächtigen Schutz Gargauths zu überwinden, der ihn vor den mächtigsten unserer Zauber bewahrt. Gargauth sei beschäftigt, Elturels Untergang in den Styx sicherzustellen. Bel verspreche auch, für etwas Ablenkung zu sorgen, ein paar Legionen der Teufel abzuziehen, während wir uns zum Luftschiff Zariels begeben.

Pipkip

Auch Veil wirkt beschäftigt, versunken in ihren Gedanken. Sie verstreut ihren Sand, der sie vor längerer Zeit in einem Umschlag erreicht hat, auf den Boden von Avernus. Rauch steigt auf, eine graue Gestalt zeigt sich und winkt. Vielleicht auch ein Tabaxi. Im Wind hört man die Stimme von Gale, den wir zuletzt in Candlekeep getroffen haben. Er ist wenig begeistert von unserer Verbündeten, will uns aber helfen.

Fyron ist für einige Zeit verschwunden, auch zurückgezogen. Er kehrt etwas beruhigter zurück, trägt nun ein Horn bei sich.

Aufbruch

Nach einer unruhigen Rast bereiten wir uns vor, aufzubrechen. Oma Krull hat noch ein paar Phiolen für uns. Wir sollen sie trinken, bevor es losgehe. Toni spricht einen Zauber, plötzlich steht eine weitere Schildkröte bei uns. Sie gleicht Toni zum Verwechseln - vielleicht ist sie etwas weniger mächtig als er. Schwer, das anhand ihrer Ausstrahlung zu beurteilen. Das liegt sicher im Panzer. Die Drachen bringen uns zum Portal, an dem wir uns mit Olanthius verabredet haben. Von hier wollen wir direkt auf das Aussichtsdeck von Zariels Luftschiff. In einiger Entfernung nähert sich grüner Nebel. Olanthius und seine Kutsche. Mit seinem Eintreffen sind wir bereit. Wir brechen auf, durchschreiten die Feuerwand des Portals und finden uns auf dem Luftschiff wieder.

Verhandlungen auf Zariels Luftschiff

Das Portal führt uns direkt auf das Aussichtsdeck des Luftschiffs. In seiner Mitte ragt ein Thron empor. Um ihn herum stehen drei sehr mächtige Teufel, auf dem Thron jedoch sitzt die mächtigste von ihnen - Zariel. Sie erinnert noch etwas an einen Engel, doch mehr noch ist sie nun ein Teufel. Um ihr Haupt rankt ein Schein aus Höllenfeuer. Ihre Hand fehlt noch immer. An deren Stelle trägt sie eine Kette mit einem Morgenstern am Ende. Neben ihrem Thron ruht der Hammer, von dem große Kälte ausgeht. Als sie uns erblickt, erhebt sie sich von ihrem Thron, entfaltet ihre schwarzen Schwingen, kommt auf uns zu.

Zariel

Die Teufel greifen nach ihren Waffen. Wir schwärmen etwas aus, versuchen einen starken Auftritt zu präsentieren. Ich entfalte meine eigenen Flügel, präsentiere das hell leuchtende Schwert, was einst Zariel selbst gehört hat. Lulu ist an unserer Seite, ebenso Olanthius. Hinter dem Thron erscheint Thavius Kreeg, in seiner hässlichen Form eines Teufels. Er zieht einen schwarzen Tabaxi hinter dem Thron hervor, gefesselt. Er wirft Gale auf den Boden vor dem Thron.

Zariel nähert sich weiter. Ich spüre, wie sie auf das Schwert zugeht und das Schwert von ihr angezogen wird. Mit starker Hand behalte ich es aber bei mir. Dem mächtigen Teufel noch ein mächtiges Schwert zu bringen wäre das letzte, was uns nun weiter hilft. Vorerst. So bedrohlich unsere Ankunft hier für beide Seiten auch war - nun stehen alle still. Wir verhandeln mit Zariel.

Sie will das Schwert, doch ich bin nicht bereit, es einem bösen Teufel auszuhändigen. Sie hat angeblich nicht damit zu tun, dass Städte wie Elturel in die Hölle gezogen würden, doch sie profitiert davon. Wir weisen auf den Creed Resolute hin, der die Seelen Elturels nach deren Tod in ihre Klauen überschreibt. Thavius Kreeg verbirgt sich, feige wie er ist, doch Zariel freut sich, wie viele Seelen er ihr eingebracht hat. Zariel möchte nach wie vor den Blutkrieg beenden, doch dazu braucht sie nach wie vor Seelen, die ihn für sie kämpfen. Sie zeigt sich unbeeindruckt von Lulus Verzweiflung über was sie geworden ist. Zariel ist weiter bereit, die Einwohner von Elturel und weiterer Städte zu opfern, um alle anderen zu retten. Ich schlage ihr vor, an ihrer Seite gemeinsam gegen das Böse und das Unheil zu kämpfen, die Ungerechtigkeit dieser Kriege zu beenden zu suchen und sie zurück auf den Pfad des Gerechten zu leiten, doch dazu muss sie die Städte freigeben.

Die Ereignisse überschlagen sich

Das Luftschiff hat in der Zwischenzeit Elturel erreicht. Die Ketten sind noch immer fest im Boden von Avernus verankert. Dort unten bahnt sich am Rand des Styx eine große Schlacht an. Ein chaotisches Heer von Dämonen steht einer sauberen Schlachtordnung von Teufeln gegenüber. Plötzlich wird es sehr dunkel. Etwas gigantisches fliegt über uns hinweg. Ein gewaltiger Drachen bewegt sich gen Elturel. Erst erscheint ein helles Licht, dann ein lautes Krachen, als etwas sehr schweres auf den Boden von Avernus und in den Styx fällt. Zariel eilt zum Rand des Aussichtsdecks, schirmt ihre Augen gegen die noch immer gleißende Helligkeit. Sie ist überrascht und empört, dass wir uns mit Tiamat verbündet haben, die Ketten Elturels zu lösen. Doch Tiamat ist nicht die einzige, die nun hier erscheint. Plötzlich geht alles sehr schnell. Über den Rand des Turms erscheint Bapohmet, der Dämonenprinz. Yeenoghu, den Dämonenprinzen, hören wir noch, ehe wir ihn sehen. Ein Imp kommt herbeigeflogen, flüstert hastig Zariel eine weitere Botschaft zu. Gargauth befände sich in der fliegenden Stadt.

Baphomet