Visionen und Entdeckungen

Lesedauer ~ 10 Minuten · 27. September 2020

Aus dem Tempel auf dem Friedhof dringen Minotauren, verfolgt von riesigen Insekten und einem gewaltigen Skorpion, außerdem ein paar seltsame Gestalten. Niemand davon sieht besonders freundlich aus. Sie sind im Kampf vertieft. Von hier hinten schwer zu sagen, wer gegen wen kämpft. Das beste wird sein, wir halten uns raus und überlassen den Streitenden das Schlachtfeld. Wir werden jedoch bemerkt. Mit dem einen Dämonen werden wir noch fertig. Wir setzen ihm ordentlich zu, doch dann teleportiert er sich, hinter unsere Reihen. Zu Veil. Mit einem Streich erledigt er sie - fast. Wir können uns dazwischen werfen, den Angreifer erledigen. Der Kampf ist schon wieder vorbei, fürs erste. Plötzlich wird es aber wieder laut, grell und kalt. Veil hat versucht, sich zu heilen, mit Magie. Stattdessen hat uns eine Explosion der Kälte übel zugerichtet. Statt sich zu heilen hat Veil sich selbst erledigt, nun liegt sie darnieder. Sie hätte auch einfach um die Gnade Torms bitten können, sich heilen lassen, ohne dabei die Gruppe zu gefährden. Sie hat zu viel Zeit mit diesem Toni verbracht. Deren Magie gefällt mir gar nicht. Eindrucksvoll zuweilen - ja! Effektiv meistens auch - ja! Wären da nicht die Beinahe-Tode, die wir deswegen schon nicht zum ersten Mal haben sterben müssen. Es hilft aber nichts. Veil liegt reglos vor meinen Füßen, sie braucht meine Hilfe. Mit der Gnade Torms versuche ich, ihre Wunden zu heilen und sie wieder auf die Beine zu bringen. Torm ist gnädig, auch den Törichten, solange sie für eine gerechte Sache kämpfen. Sie kommt wieder zu sich. Sie wirkt abwesend, als müsse sie erst wieder zurück in die Welt der Lebenden finden.

Untoter Minotaurus

Wiedersehen mit Gideon

Beim Tempel geht der Kampf weiter. Es ist ein Getümmel, doch langsam erkennen wir, wer hier gegen wen kämpft. Dämonen gegen Untote. Aus dem Tempel dringt ein fahler, grüner Strahl. Der eben noch imposante Skorpion fällt, löst sich auf und verschwindet. Mir ahnt schlimmes - und so kommt es. Aus dem Tempel heraus schwebt ein Betrachter. Ein paar seiner Augen sind trüb und wirken reglos. Auch er scheint schon mal tot gewesen zu sein. Ein äußerst gefährlicher Gegner, auch so. Wir nehmen Deckung, doch er scheint uns mit seinen verbliebenen Augen schon entdeckt zu haben. Wir greifen an. Ein Blitz des heiligen Licht Torms trifft den Betrachter. Toni lässt Wasser schwallen. Fyron wirft einen Feuerball. Unserem überraschenden und geballten Angriff haben die verbliebenen Kämpfer nichts mehr entgegenzusetzen. Auch nicht der Betrachter. Der Kampf ist entschieden, die Sieger sind wir. Wir wurden allerdings beobachtet. Aus einem Fenster blickt Gideon Lightward. Ich erinnere mich an ihn, ein hoher Priester in Elturel.

Gideon Lightbringer

Er sieht verändert aus. Ihm gefällt es hier in der Hölle. Er ist ein Anhänger Zariels. Hat einen Standpunkt im Blutkrieg der Teufel gegen die Dämonen. Die Untoten Recken hier waren sein Werk. Im Untergewölbe des Tempels gibt es ein Portal, erklärt er, und dadurch kommen Dämonen. Seine Aufgabe ist es, sie hier aufzuhalten. Und dazu erweckt er allerhand Monstren von den Toten. Verächtlich. Doch für uns bis auf weiteres hilfreich. Er sichert uns zu, seine untoten Wächter würden uns in Ruhe lassen, solange wir sie nicht weiter bekämpfen. Er lässt uns weiter gewähren, wir können in den Tempel hinein und dort nach den Dingen suchen, die wir brauchen.

Im Tempel

Der Tempel hier ist noch nicht überall von Zariel entweiht worden. Die Säulen und Bildnisse zeigen noch immer die wahren Gesichter. Es sind Darstellungen einiger Helden Elturels zu sehen. Ein Fenster zeigt Torm, wie er einen Gläubigen einen Helm überreicht. Das muss der Helm sein, den wir hier suchen. Wir irren eine Weile durch die Gewölbe unter dem Tempel und finden tatsächlich einen Helm, der sehr dem ähnelt, der auf dem Kunstwerk im Fenster dargestellt ist. Das muss er sein! Ketis setzt mir den Helm auf. Wer sonst sollte ihn auch tragen? Immerhin ist es ein Helm Torms. Doch nun ist keine Zeit für Stolz und Ergebenheit, wir suchen den Helm schließlich im Auftrag, Elturel zu retten. Gleich erreicht mich auch eine Vision. Nur eine leichte Eingebung. Bei Weitem nicht so mächtig wie die Eingebungen Tyrs, die mich schon erreicht haben. Immerhin kenne ich nun aber den weiteren Weg, der uns hier durch den Tempel führen soll. Ein Meditationsbecken wartet auf uns, dort müssen wir hin. Ich bin mir sicher, das ist der Weg. Ich führe die Gruppe dort hin. Dort angekommen zieht es mich direkt in dieses Becken. Bereitwillig für die Eingaben Torms folge ich dem mir vorgegebenen Weg und setze abermals den Helm auf. Eine weitere Vision wartet auf mich.

Eine Frau in schwerer Rüstung ist zu erkennen, mit einem großen, engelhaft blau leuchtendem Schwert. Sie ist erschöpft, zugerichtet von langen Kämpfen. Hinter ihr ein goldenes, fliegendes Wesen mit großen Ohren.

Zariels Schwert

Auf die beiden springt ein gewaltiges Wesen zu, kleinere Dämonen speiend! Die Kämpferin stößt das Schwert in den Boden, eine Welle göttlicher Energie breitet sich in alle Richtungen davon aus. Damit drängt sie auch die angreifenden Dämonen zurück. Doch Avernus scheint sich gegen die Welle zu wehren. Der Boden tut sich auf und umschließt die Welle, bildet eine Kuppel und schließt die Frau ein.

Kathedrale im Schorf von Avernus

Das fliegende Wesen entkommt, im letzten Moment. Es flieht, bis es vor zwei vogelartigen Wesen mit merkwürdigen Gegenständen landet.

Kenku

Ich komme wieder zu mir, als meine Freunde mich aus dem Wasser ziehen. Die Frau war niemand, den ich kenne. Das Schwert war groß, leuchtete in hellem Blau. Der fliegende Wesen muss Lulu gewesen sein! Die ganze Szene muss sich in Avernus abgespielt haben, unterhalb der Stadt hier. Zumindest waren Ketten zu sehen, wie hier.

Begegnung mit Baphomet

Während ich noch über diese Dinge nachdenke und versuche, mir einen Reim zu machen, ertönt eine Stimme. Tief, dunkel und offenbar aus mir. Jemand gibt bekannt, jetzt da zu sein. Doch zu sehen ist nichts. Eine Tür öffnet und schließt sich. Hindurch kam ein Quasit. Die Stimme spricht zum Quasiten, sie gibt sich als Baphoment zu erkennen. Ein Dämonenprinz. Die Stimme spricht auch über Veil. Sie sei eine von uns. Wer auch immer uns ist. Baphomet scheint durch mich zu sprechen, und ich verstehe seine Sprache. Veil offenkundig auch. Nur die anderen nicht. Veil und Baphomet haben sich einige Dinge zu erzählen. Liashandra sei hier - sicherzustellen, dass die Gefallenen Elturels auf Seiten der Dämonen im Blutkrieg kämpfen. Ein gewisser Koschichi sei auf der 23. Ebene der Abyss. Diese Unterhaltung ist mir unheimlich, auch wenn ich sie verstehe. Für die anderen muss es noch schwerer sein. Sie verstehen sicherlich überhaupt nichts. Bis auf Veil. Ich versuche, den Helm abzunehmen, doch es gelingt mir nicht. Baphomet spricht weiter durch mich, weiß offenkundig nichts vom Helm. Er ist erfreut, einen direkten Weg gefunden zu haben, mit seinen Dienern hier zu sprechen. Er weist seinen Quasiten an, weitere Dämonen zu Liashandra zu bringen. Fyron scheint es genug zu sein mit der Unsicherheit, er greift zum Rapier und streckt den Quasiten nieder. Ketis greift mich plötzlich an, wohl um dem Spuk einhalt zu gebieten, gelangt aber nicht durch Rüstung und Schild hindurch. Ein weiterer Dämon erscheint, diesmal ein gewaltiger Koloss von einem Wesen. Er scheint die Vertretung für den erschlagenen Quasiten zu sein. Etwas robuster, diesmal. Er nimmt die Aufgabe des Quasiten wahr und macht sich hinfort, weitere Dämonen für Liashandra zu suchen.

Yagnoloth

Wir sind wieder unter uns. Vielleicht auch noch mit Baphomet, doch für den Moment ist er ruhig. Ich erzählt von meinen Visionen und befrage Lulu zu diesem Ereignis. Lulu erinnert sich an Yael, eine der Besten der Hellrider. Das Schwert ist Zariels. Die Vögel heißen Chukka und Klonk, sie leben in Fort Knucklebone. Irgendwo unter der fliegenden Stadt Elturels.

Zuflucht suchen

Wir machen uns auf den Weg, Zuflucht zu finden. Vielleicht wird es uns auch gelingen, den Helm loszuwerden. Es ist ein Heiligtum Torms, doch scheint der Dämonenprinz Baphomet darüber Besitz ergriffen zu haben. Wir finden ein Haus, das leer zu stehen scheint. Wir öffnen die Tür, es steht nicht leer. Darin scheinen ein paar Ghule ihr Dasein zu fristen. Wir machen uns bereit zum Kampf. Doch plötzlich wird es wieder laut, grell und heiß. Diesmal war es zu viel für mich.