Umkehr

Lesedauer ~ 3 Minuten · 2. Oktober 2021

Auf dem Aussichtsdeck nun Dämonen, Teufel und wir. Wir haben keine Wahl als Zariel zu vertrauen. Sie fordert unsere Hilfe im bevorstehenden Kampf. Und ihr Schwert. Wir und sie, gegen die Dämonenprinzen. An unserer Seite noch Olanthius, einst treuer Diener Zariels. Lulu, einst treue Freundin Zariels. Und drei gewaltige Teufel aus dem Höllenschlund. Toni beschwört einen Drachen. Wir eröffnen den Kampf. In kurzer Zeit ringen Fyron, Lulu und die Teufel Yeenoghu nieder, stürzen ihn über die Kante, hinab vom Luftschiff. Dann wird kurz alles hell und ich finde mich in einem Labyrinth wieder. Offenbar ein Zauber, ein mächtiger. Baphomet’s Tun? Wessen Magie das auch immer ist, sie hat mich dem Kampf entrissen. Wer weiß, wie lange. Ehe ich mich auf die Suche nach dem Ausgang mache, nutze ich die Zeit für Heilung. Was mich auch immer in diesem Labyrinth erwartet oder danach - ich will bereit sein. Doch kaum sind mein Zauber fertig gesprochen und die schlimmsten Wunden geheilt, bin ich schon zurück auf Zariels Luftschiff. Der Kampf scheint vorüber, auch Baphomet ist nicht mehr hier.

Zariels Umkehr

Bleibt noch Zariel. Wir haben an ihrer Seite gekämpft und unser Versprechen, mit ihr gemeinsam gegen das Unheil einzutreten, gehalten. Auch sie ist bereit, ihren Teil der Abmachung einzuhalten, Elturel zu befreien. Sie hält noch den Vertrag, der die Seelen der Einwohner Elturels an sie und die Hölle bindet. Doch ehe sie nicht ihr Schwert zurück erhält, will sie ihn nicht herausgeben und lösen. Wir haben keine Wahl als Zariel zu vertrauen - in ihre Umkehr auf den Pfad der Gerechtigkeit und des Guten. Sie bekommt ihr Schwert, damit ein Zeichen meiner Hoffnung und des Glaubens an die Gerechtigkeit auch in Ihr. Eifrig nimmt sie es entgegen und lässt, wie beiläufig, ihre Hälfte des Vertrags mit Elturel fallen.

Abermals finden wir uns in Visionen wieder. In den selben, die wir bereits erlebt haben. Zariels Weg in die Verdammnis. Doch diesmal ist Zariel mit an unserer Seite, erlebt die Vergangenheit erneut. Getrieben von Rache und Vergeltung erschlägt sie dieses Mal Jander, der sie verraten und sein Heer zurück durch das Portal zu führen gesucht hat. Zariel wird wütender, blutrünstiger. In der nächsten Vision sehen wir, wie Aschmedai versucht, sie auf seine Seite zu ziehen. Toni und Ketis gelingt es jedoch, sie zu überzeugen, den gerechten Pfad beizubehalten. Zariel wird ruhiger, überlegter. Zuletzt finden wir uns dort wieder, wo alles Unheil angefangen hat. Zariel, geschlagen, auf dem Hügel vor Asmodeus, nun ein mächtiger Teufel. Schließlich gelingt es Lulu, sie zu überreden, sich nicht Asmodeus anzuschließen. Stattdessen gelobt sie, ihr Schwert nur noch seiner Gerechten verwendung zuzuführen. Sofern ihr vergeben wird.

Zurück aus den Visionen stehen wir noch immer auf dem Aussichtsdeck auf Zariels Luftschiff. Zariel löst alle ihre Verträge, entbindet damit Elturel vom Schicksal, dass seine Einwohner nach ihrem Ableben bedroht. Sie entbindet auch Olanthius von all seinen Verpflichtungen, auch nach dem Tod noch ihr dienstbar zu sein. Sie bittet ihn um Verzeihung, seine Treue erzwungen zu haben. Und sie entbindet ihn von seinem Fluch der Unsterblichkeit. Dankbar und zufrieden zerfällt sein Körper zu Staub.

Eine sehr gewandelte Zariel steht vor uns. Ihre Flügel nicht mehr schwarz und zerfetzt, nun wieder weiß und anmutig wie meine. Ihre verlorene Hand wächst nach. Der korrumpierte Heiligenschein um ihr Haupt strahlt wieder hell und heilig. Doch es gibt noch große Dinge zu tun. Um Elturel zu retten, müssen wir den Companion öffnen. Darin eingesperrt sei ein Planetar. Dieses freizulassen beendet die Geiselung Elturels durch den Companion und kann so die Stadt auch zurück hinaus aus der Hölle schicken. Wir sind jedoch nicht die einzigen, die sich auf den Weg zum Companion machen. Schon aus der Ferne sehen wir, dass ein paar Teufel ihre eigenen Ketten auf den Companion geschlagen und diese hinauf klettern - Gargauth, der die Stadt vernichten will.