Reparaturen

Lesedauer ~ 6 Minuten · 2. Januar 2021

Jetzt nichts wie weg von hier. Der Kampf mit der Medusa war hart und wir haben uns gerade noch so von den Verlusten erholen können, die wir haben hinnehmen müssen. Das war zu knapp. Ein waghalsiges Abenteuer. Hoffentlich lohnt sich unser Einsatz. Der Rückweg zum wandernden Emporium bleibt ereignislos, bis wir auf ein paar Teufeln vorbei kommen, die auf uns zu warten scheinen.

Abishai

Die gleichen Teufel wie beim letzten Mal. Abishai, Tiamats Anhänger. Wohl wieder eine Prüfung für Toni. Na gut. Die gleichen Regeln wie beim letzten Mal. Toni muss teilnehmen, wir dürfen. Wenn wir teilnehmen, wirds schwerer. Wir haben es nicht eilig, wieder einen großen Kampf anzufachen und warten diesmal lieber ab. Toni wird bestimmt allein damit fertig. Falls nicht, können wir immer noch zu seiner Rettung eilen. Wir warten also draußen gespannt ab, bis Toni sich wieder in den Ring begibt. Wieder ist der Ort seiner Prüfung abgeschirmt gegen Zauber und Eingreifen, wieder ist von außen nur schwer zu erkennen, was drin vor sich geht. Wir hören einiges Gerumpel von drinnen, mächtige schwarze Gestalten bewegen sich umeinander. Die Gestalt, von der ich ausgehe dass es Toni ist, scheint nicht in Schwierigkeiten zu sein. Draußen geraten aber wir in Schwierigkeiten. Der Sand bewegt sich, ein seltsames hissendes Geräusch nähert sich. Wir machen uns bereit, zu bekämpfen was uns hier erwartet. Knochenreste fliegen auf uns zu, zerschellen gleich in meiner Nähe.

Ankheg

Dann sehen wir sie - Ankhegs. Riesige Insekten, immer feindselig. In der Nähe von Baldur’s Gate gibt es auch welche, aber wenige. Ihre Panzer sind begehrt, um Rüstungen herzustellen. Die Jagd auf die Viecher hat sie ordentlich dezimiert. Die tauchen auch nie alleine auf. Hier sind sicher gleich drei oder vier. Sie haben aber nicht mit Fyron am Säurewerfer gerechnet. Wir machen kurzen Prozess aus dem Ungeziefer, richten sie übel zu. Rüstungen sind aus denen keine mehr zu bauen. Dazu dürften keine Löcher im Panzer sein und halbe Panzer taugen schon gar nicht. Wir haben die ersten Angreifer abgewehrt, aber ein paar Wellen ziehen sich noch durch den Sand. Wir bleiben auf der Hut. Doch dann verziehen sich die Wellen, weg von uns. Der Grund wird schnell klar. Ghohlbrorns! Riesige Ungeheuer, von Kopf bis Fuß gepanzert. Auch die bewegen sich durch den weichen Sand hier, immer auf der Suche nach Beute. Überraschen sie einen, kann es vorkommen, mit Haut, Haar, Rüstung und Schild komplett geschluckt zu werden. Wir kämpfen auch gegen diese Ungeheuer, der Kampf ist hart, bis eine riesige Krabbe mit gewaltigen Scheren hinzu stößt. Glücklicherweise kämpft die Krabbe auf unserer Seite - offenbar hat Toni seine Prüfung bestanden und ist nun wieder frei. Zusammen mit der Krabbe besiegen wir auch die Land-Haie. Der Abishai, der Tonis Prüfung überwacht hat, entfernt sich flugs.

Land Shark

Wir fahren weiter. Das Fahrzeug hat einigen Schaden genommen, als die Landhaie angegriffen haben. Zurück zum wandernden Emporium also. Unsere Belohnung für die Medusa abholen. Den Spiegel zurückgeben. Das Fahrzeug reparieren lassen. Etwas rasten. Die anderen haben noch weitere Pläne, die sie mir nicht so recht verraten wollen. Irgendwas mit Fyrons Schild. Und Drachen. Das hat sicher mit Tonis Prüfungen zu tun. Puh. Ich werde mich wohl lieber um das Fahrzeug kümmern. Wohin uns die weitere Reise genau führt, werden wir dann schon sehen.

Zurück im wandernden Emporium bringen wir den Spiegel zurück zu Burney. Die sieht uns schon aus einiger Entfernung kommen. Das überrascht sie wohl. Wir bekommen gratis Haarschnitt angeboten. Kann ich nur empfehlen - bin mit meinem Bartschnitt noch immer zufrieden. Dennoch wundert mich schon etwas, dass hier mit Gold bezahlt wird und nicht mit Seelenmünzen. Oder dass es etwas umsonst gibt. Burney wirkt aber freundlich. Veil lässt sich das Fell etwas lichten. Sicher eine gute Idee in Avernus, zumindest solange das Wetter nicht in einen Schneesturm umschlägt. Denkbar wäre es sicherlich. Bisher war es aber eher heiß. Liegt auch näher, denkt man an die Lavaseen. Dennoch, das mit dem Schnee kann sicherlich auch noch passieren. Fyron bleibt auch dort, wir anderen machen uns auf den Weg zu Mahadi, unsere Belohnung einsammeln und den Kopf der Medusa loswerden. Mahadi nimmt den Kopf entgegen, wir bekommen unseren Sack mit Seelenmünzen, wie vereinbart. Zeit, die Reichtümer etwas aufzuteilen. Bisher verwaltet Veil unsere Kasse. Das macht sie gut - doch ist es sicher ungünstig, sollte sie ausfallen. Versteinert werden oder so. Dann hätten wir vielleicht keine Seelenmünzen mehr, mit denen wir das Fahrzeug antreiben könnten. Veil ist sicherlich nicht schwer, doch versteinert bekämen wir sie gewiss nicht zurück zu einem Magier oder Kleriker, der ihr helfen könnte. Wir fragen Mahadi auch noch nach Burney. Er kennt sie nicht. Ich dachte, er kenne hier alle. Nun gut. Er muss ja nicht jeden hier kennen. Ehe wir gehen, will er uns nochmals das Festmahl schmackhaft machen. Wir lehnen nochmal ab.

War Machine

Ich mache mich auf den Weg, das Fahrzeug reparieren zu lassen. Wir sind darauf angewiesen, wir können uns da keine halben Sachen leisten. Das ist auch ein-zwei Seelenmünzen wert. Die anderen gehen ihrer eigenen Wege. Ich finde schnell ein paar fleißige Wesen, die sich für eine Seelenmünze des Schadens annehmen und unser Fahrzeug wieder in Schuss bringen. In der Zwischenzeit spreche ich mit Lulu und Mondfarbe. So vergeht der Tag - oder die Nacht? Das ist hier immer noch nicht besonders klar. Die anderen kehren zurück. Veil ist offenbar fündig geworden - sie hat für mich ein Amulett aufgetan - mit dem Zeichen Tyrs! Hier unten, in Avernus, in den Höllen! Ich bin ihr sehr dankbar für dieses Symbol der Hoffnung in ungewissen Umständen, in denen wir auf uns allein gestellt sind. Lulu bekommt den Ring, in den wir ein paar Zaubersprüche gesprochen haben. Sie ist die schnellste von uns und kann im Fall der Fälle schnell retten, was noch zu retten ist. Heilzauber und sogar ein Zauber zur Wiederbelebung ist drin. Und einer, die Elemente zu absorbieren, sollte es notwendig sein. Lulu ist nicht ganz klar, wann das notwendig werden sollte. Bei den Erklärungen geht es dann schief - Fyron findet es naheliegend, Lulu den Rüssel zuzuhalten und Lulu versucht, sich mit lautem Tröten davon zu befreien. Ein gewaltiges Tröten ertönt, unsere Ohren klingeln und selbst mein Streitkolben wird warm. Offenbar hat er mich mit seiner Magie davor bewahrt, direkt zu ertauben. Bis gerade eben war auch schon das Fahrzeug ordentlich repariert, lange hätten die Mechaniker nicht mehr gebraucht. Nun ist eine weitere Seelenmünze fällig, den neuen Schaden zu reparieren.

Unfreiwillig haben wir also nun wieder etwas mehr Zeit, die wir hier im Emporium zubringen können. So werden wir hier wohl auch übernachten müssen. Wir nutzen die Gelegenheit, mit Lulu nochmal zum Markt zu gehen. Wir kaufen Süßigkeiten, so viel wir tragen können! Für Lulu natürlich. Ich bin mir sicher, sie mag besonders die bitteren, die nicht zu süß sind. Schade, dass sie hier keine Schmalzkringel feilbieten. Die hätten Lulu sicherlich geschmeckt. Wir erkunden noch etwas den Markt, bis wir uns auf den Weg zurück zum Höllenrausch machen. Dort finden wir eine Schlafgelegenheit und schlafen hier einigermaßen sicher und bewacht - bis Lulu uns hektisch aufweckt. Sie hat eine neue Vision für uns. Eine gigantische fliegende Struktur bewegt sich über den Styx. Lulu ist auch da, sie scheint eine Leine aus einem grau-silbernen Stoff zu tragen. Eine Frau, deren ganzes Gewand aus so einem Stoff zu bestehen scheint, hält diese Schnur fest. Zwei Teufel, mit großen Flügeln, begleiten die Gruppe. Zur rechten der Frau steht ein älterer Mann. Sein Bart ist grau und weiß, er trägt einen Säbel im Gürtel und ein gewinnendes Lächeln auf den Lippen. Mahadi. Eine silberne Platte schwebt von oben herab, die Wartenden entgegenzunehmen und nach oben zu befördern. Eine ganze Gruppe Teufel wartet oben bereits, die Aufsteigenden in Empfang zu nehmen. Zariel erwarte sie schon.