Rache

Lesedauer ~ 5 Minuten · 14. November 2020

Fyron wirkt enttäuscht. Yoryth hätte er wiedersehen wollen, nicht Sasilas. Enttäuschung weicht Ärger. Fyron geht auf Sasilas zu, spricht ihn rabiat an. Sasilas dreht sich um, langsam. Hat die Augen geschlossen. Plötzlich holt Fyron zum Schlag aus, verfehlt Sasilas aber trotz dessen geschlossener Augen. Er scheint einen Schritt weiter entfernt zu stehen als in dem Moment, in dem Fyron zum Schlag ausgeholt hat. Den Trick kennen wir bereits von Fyron. Nun steht er an dessen anderem Ende. Sasilas spricht. Er erkennt Fyron am Geruch. Freut sich, ihn an seinem Geburtstag zu sehen. Fyron scheint wirklich schlecht auf Sasilas zu sprechen zu sein, wünscht sich Sasilas Kopf als Geburtstagsgeschenk. Er hat wohl noch eine offene Rechnung, aus der Vergangenheit. Sasilas hat ihn angegriffen und Freunde getötet, die ihm lieb waren. Sasilas versucht zu gehen. Zuvor mahnt er noch geheimnisvoll, dass viel auf dem Spiel stünde. Mehr als Fyron denkt. Fyron greift an, sticht zu. Er trifft! Alle Augen auf Fyron. Hier ist das Kämpfen verboten, das Töten noch mehr! Sasilas hebt die Hände und geht davon. Wir hinterher - zur Quelle. Die Unterhaltung dort läuft nicht viel erfolgreicher. Sasilas schuldet offenbar noch jemandem einen Gefallen. War mal einem Eid verpflichtet. Den zu erfüllen war nicht immer einfach. Am Ende wurde er als Eidbrecher verstoßen, verbannt nach Avernus. Wem er diesen Eid geschworen hat, erfahren wir nicht. Fyron legt dem benommenen Sasilas die Fesseln an, die wir in Baldur’s Gate bekommen haben. Teleportieren, die Reise in andere Ebenen und andere Überraschungen sollten nun erstmal ausbleiben.

Für Fyron ist die Angelegenheit noch lange nicht beendet. Doch hier in Fort Knucklebone lässt sie sich nicht beenden. Fyron sucht Maggie, will einen Handel eingehen. Kann man Sasilas hier nicht raus schaffen? Wir sind in der Zwischenzeit beschäftigt, Sasilas aufzuhalten, der von allein das Lokal und die Feste verlassen zu wollen scheint. Es gelingt uns nicht; draußen steigt er auf sein Fahrzeug und fährt davon. Sein Fahrzeug ist nicht ganz wie unseres. Gleicht unseres einer Kutsche, ist seins mehr wie ein Pferd, und so sitzt er auch drauf. Er fährt davon. Veil rennt ein Stück hinterher, kann ihn aber nicht einholen. Wir anderen sind in der Zwischenzeit auf dem Weg zu unserem eigenen Fahrzeug. Sasilas ist schon weit in Richtung Tor, während wir noch den Wagen anlassen. Barnabas geht in Flammen auf. Ketis sitzt an der Harpune, ich sitze am Steuer. Wir fahren hinterher, Veil nimmt die Beine in die Hand und springt auf.

War Machine

Wir nehmen die Verfolgung auf. Sasilas legt mit ordentlicher Geschwindigkeit vor, aber wir sind auch nicht gerade langsam. Nur schwer können wir es unter Kontrolle behalten. Wir haben Glück, Sasilas hat ähnliche Probleme. Unterwegs sehr wir ein paar Teufel. Wir halten drauf. Unser Gefährt könnte die Teufel einfach zu kleinen Stückchen zerfetzen - doch der große Kerl weicht aus. Wir fahren weiter, holen langsam auf. Toni schießt mit magischen Geschossen auf Sasilas und sein Gefährt. Viel bringt das nicht, wir müssen weiterfahren. Immerhin sind wir nun auf der großen Ebene und die Sicht ist gut, hier kann er uns nicht entkommen. Dann fangen die anderen wieder an mit ihren Nebelwolken und magischer Dunkelheit. Nun sehen wir ihn nicht mehr. Entkommen kann er uns nicht, die Dunkelheit hängt an ihm und bewegt sich mit ihm - ich folge einfach der Dunkelheit. Doch der Plan für die eigentliche Begegnung mit ihm ist mir noch nicht so klar. Fyron schießt einen Feuerball in die Dunkelheit. Veil lässt die Dunkelheit fallen, schießt einen Eis-Ball auf Sasilas. Das hat Wirkung. Sasilas ist schwer getroffen, sein Gefährt nicht mehr in bestem Zustand. Er richtet sich auf, versucht etwas zu zaubern, doch nichts geschieht. Stattdessen fällt er vom Fahrzeug. Unser Auftrag gerade ist klar, wir wollen Sasilas ausschalten. Ich halte drauf mit unserem Gefährt, doch Ketis greift mir ins Steuer. Wir verfehlen ihn knapp. Stattdessen halten wir an. Sasilas droht Fyron, doch im Kampf besteht er nicht gegen uns. Er hat fünf Seelenmünzen bei sich. An der Stelle, an der Sasilas gefallen ist, wirkt es fast, als begänne etwas Gras zu Wachsen, oder Blumen. Fyron meint, es sei ein Stück Feywild.

Wir fahren weiter. Ketis übernimmt das Steuer. Die flammende Faust hat fest vorgeschriebene Lenk- und Pausenzeiten, die einzuhalten sind. Regeln wie diese, oder die Gesundheit in der Truppe, das waren meine Aufgaben, als es noch Regeln und eine Truppe gab. Nun scheint es beides nicht mehr zu geben, oder nur weit weg. Sind das Dinge, die sich hier in Avernus bewähren können? Oder ist hier jeder sich selbst der Nächste? Nicht alle in meiner neuen Truppe sehen den Vorteil von Recht und Gesetz so klar wie ich. Eine Feste Ordnung, Kommandant und Gefolgsleute, das haben wir hier auch nicht. Ich bin gespannt, wohin das noch führt. Mein Auftrag ist mir klar - Elturel retten - doch sehen das alle hier so?

Babau

Ich versinke in Gedanken, doch dann halten wir an. Im Sand liegt etwas glitzerndes, silbernes. Vor einem gewaltigen Krater ist eine kleine Platte, beschriftet wieder in einer Sprache, die ich nicht entziffern kann. Ketis liest vor: Dies markiert den Ort, an dem Willberto der Witzige Tiamat zum letzten Mal veralbert hat. Wir erklimmen den Hügel. Der Krater, sicherlich eine Meile tief, hat in seiner Mitte eine kleine Rauchsäule. Toni findet auch eine Inschrift, diesmal in einer anderen Sprache, die ich aber auch nicht lesen kann. Er aber. Man solle besser sein als Willberto und sich würdig erweisen, der Auserwählte zu sein. Unklar, wessen würdig und von wem man auserwählt sein soll. Toni scheint aber interessiert. Er begibt sich hinab - erst kletternd, dann schlitternd. Wir beobachten ihn eine Weile, bis sich ein unangenehmer Geruch nähert. Unangenehmer als in der Hölle ohnehin. Es riecht schon von Weitem nach Verwesung und Untod. Uns nähern sich eine Menge Kreaturen. Der Kampf wird hart, doch wir können bestehen. Ohne Toni. Ehe er eintrifft, ist alles schon gelaufen. Zeit zu rasten. Toni macht noch mehr magische Dinge. Wir schicken ihn dazu in ausreichend Abstand weg. Zeit für uns andere, zu rasten.