Olanthius' Grabmal

Lesedauer ~ 4 Minuten · 3. Juli 2021

Unten werden wir bereits erwartet. Eine riesige Gestalt ist an einen Pfeiler gekettet. Der ist weniger gefährlich. Umso bedrohlicher sind der mächtige Kettenteufel und sein Gefolge infernaler Hunde. Ein harter Kampf. Der Teufel schlägt mich in Ketten, ehe Lulu mich retten kommt. An Stelle von Ketis kämpft wieder ein riesiger Affe an unserer Seite. Toni scheint verschwunden. Auch diesen harten Kampf können wir wieder für uns entscheiden.

Bleibt noch der gefesselte Riese. Kostchtchie, stellt sich heraus. Ein Dämonenfürst. Veil zeigt ihr Interesse. Wir befreien ihn von seinen Ketten. Mit der letzten Schlinge Ketten, die wir lösen, fällt eine seltsame Kälte über das Loch, in dem er gefangen war. So kalt war es hier schon lange nicht mehr. Selbst unser Atem gefriert. Noch ist ihm nicht ganz klar, wieso wir ihn befreit haben. Wir sind eher daran interessiert, wieso er hier gefangen war. Ihn umzubringen mache keinen Sinn, solange sein Phylakterium existiere. Weiter will er das nicht erklären. Wir vermuten, es handle sich dabei um Veils Amulett. Jedenfalls weise Veils Amulett stets in die Richtung dessen, was er am meisten begehre. In diesem Fall war das offenbar seine Freiheit. Diese genommen hat ihm Zariel, die ihm auch seinen Hammer entwendet habe. Ich erwähne nicht, was für ein Schwert ich bei mir trage. Der Hammer sei gefährlich, wir sollen uns vor ihm fern halten. Mehr noch, als man sich von den Waffen seiner Feinde ohnehin fernhalten sollte. Im Hammer sei ein Teil seiner Kraft, jeder Treffer bewirke eine Explosion der Kälte.

Unsere Unterhaltung wird jäh unterbrochen, als oberhalb des Lochs, in dem wir den Dämonenfürsten befreit haben, ein weiterer Dämonenfürst auftaucht. Baphomet ist hier, auf der Suche nach dem Demonomicon. Kostchtchie kennt das Buch, war selbst dort schon gefangen. Er bietet uns an, Baphomet wegzuführen - solange wir ihm dafür auch das Buch geben. Das wollten wir ohnehin loswerden, zumindest die meisten von uns. Kostchtchie habe auch noch seine eigene Rechnung mit Zariel offen. Sollten wir seine Hilfe benötigen, würde er uns bei der Konfrontation mit Zariel unterstützen. Dann verschwindet er, Baphomet und sein Gefolge hinterher. Wir kehren zurück zu unserem Fahrzeug.

Baphomet

Olanthius’ Grabmal

Zuerst brauchen wir etwas Rast. Der letzte Kampf war hart, wir haben etwas Erholung nötig. Unsere Karte von Avernus spricht. Selten hat sie hilfreiches beizutragen. Diesmal jedoch scheint sie etwas Weisheit kund zu tun. Zariels gefallene Kameraden können nicht zur Ruhe kommen. Niemand könne das hier. Vielleicht sollten wir uns an diese wenden, wenn wir weitere Unterstützung für die Konfrontation mit Zariel brauchen. Die Karte führt uns einen weiten Weg zu grauen Hügeln. Dort finden wir Grabsteine, versteinerte Gestalten um einen Monolithen und die Spuren von Hufen und Kutschen. Überall die alten Wappen Elturels - Olanthius’ letzte Ruhestätte.

Eine Treppe führt hinab in das Grabmal. Zwei schwere Türen verwehren den Zugang. Auf ihnen ist ein Ritter abgebildet, mit einem Langschwert; ein Teufel. Innen finden wir drei allerlei Urnen. Alle sind graviert, abgebildet ist stets Elturel mit seinen zwei Sonnen. Polierte Schwerter, Speere und Schilde zieren die Wände. Allesamt glatt poliert. In den Wänden gibt es Nischen, darin lehnen metallene Särge. Jeder hat ein Loch, in dem eine frische rote Rose steckt. Das Grabmal scheint gepflegt worden zu sein, vor kurzem. Eine der größeren Urnen ist jedoch nicht verschlossen. Ihr Deckel ist offen, liegt lose auf der Öffnung. Einige Knochen schauen heraus. Lange können wir uns nicht darüber den Kopf zerbrechen. Wir werden von Mumien angegriffen. Überrascht stellen wir uns dem Kampf. Die Mumien gleichen den Menschen, Elfen oder Zwergen von Toril. Erschlagen wir eine, bedankt sie sich sogar. Wir machen allen den Garaus. In ihren staubigen Überresten finden wir kleine Schätze. Einen Zauberstab und eine güldene Halskette.

Wir erforschen das Grabmal noch etwas tiefer. Weiter innen finden wir in einem verborgenen Raum einen Ritualkreis. An den Wänden kleben zahlreiche kleine Stücke von Pergament, auf denen mit dunkelroter Schrift etwas geschrieben zu stehen scheint. Ich vermag die Schrift nicht lesen. Veil und Ketis erkennen die infernale Schrift. Namen. Vermutlich von Bürgern und Soldaten Elturels. Ketis zerreißt einen der Zettel. Uns ist, als bedanke sich eine weitere Mumie irgendwo in diesem Grabmal. Sie scheinen durch diese Zettel hier gebunden zu sein. Hier liegen wohl die Gefallenen, gebannt an diesen Ort, zum zum Ende aller Zeiten. Diese Ungerechtigkeit wollen wir nicht stehen lassen. Wir wollen die Seelen der Gefallenen erlösen. Dazu müssen wir die Pergamente vernichten. Vielleicht alle außer einem. Vielleicht stoßen wir hier auch auf Olanthius. Veil und Ketis zeigen uns, wonach wir Ausschau halten sollen, wie der Name in der infernalischen Sprache geschrieben aussieht. Wir finden sein Pergament nicht unter den Namen der hier Verdammten. Die restlichen verbrennen wir, die Gefallenen zu erlösen. Mit dem Verbrennen des letzten Stücks tönt aus einiger Entfernung ein Bersten und Zerbrechen. Schwere, metallene Schritte und lautes Schnauben nähern sich. EIne Hand mit gepanzertem Handschuh öffnet die Tür. Unter dem Helm der Figur sind nur zwei hell und rot leuchtende Augen zu sehen. In herrischem Ton fährt die Gestalt uns an, verlangt zu wissen, was wir hier wollen.