Liashandra

Lesedauer ~ 7 Minuten · 10. Oktober 2020

Wir stimmen ab. Als nächstes zu Liashandra? Sie soll über die Ketten Bescheid wissen. Das Schwert Zariels suchen? Das könnte sich als nützlich erweisen. Vorräte bei den Vampiren besorgen? Die Leute hier würden es uns danken.

Die Wahl fällt auf Liashandra. Sie soll sich am anderen Ende der Stadt aufhalten. Wir brechen auf. Draußen ist die Luft rein. Zunächst. Ein Gnom schiebt einen Wagen herum. Außerdem sehen wir wieder diese Gestalten, weiß und schwarz, die vielleicht auf der Suche nach Opfern sind, die sie verspeisen können - vielleicht uns. Ehe sie uns entdecken müssen wir rasch fliehen. Ketis tarnt uns mit einer Wand aus Nebel, Fyron hämmert an die Tür eines Hauses, verlangt Einlass. Veil klettert auf eines der oberen Stockwerke, klopft dort an die Fenster. Wenig später öffnet Fyron die Tür - von innen. Wie er das gemacht hat, muss mir entgangen sein. Damit können wir uns später beschäftigen. Wir verstecken uns im Keller. Den sichtlich überrumpelten Bewohner des Hauses zerren wir mit hinab, versuchen ihm den Ernst der Lage zu erklären. Nicht weniger verwundert ist der Gnom. Dieser stellt sich vor. Ein gewisser Troni. Bis auf den Namen scheint er keine Ähnlichkeiten mit unserem Toni zu haben. Er habe eine unsichtbare Brücke entwickelt, die ihm das Überqueren der Flüsse und Abgründe im neuen Elturel gestattet. Insgesamt scheint er ein recht gewandter Bursche zu sein. Er hat allerlei Erfindungen bei sich. Wir sprechen auch über Gleiter, mit denen man vielleicht von der Stadt hinab fliegen könnte. Wir lassen uns einen Plan für so einen Gleiter aufschreiben und erwerben vom Hausbewohner kurzerhand sein Bett mit allen Laken. Wer weiß, ob das noch praktisch wird. Dem Gnom versprechen wir Zuflucht im Versteck unter der hohen Halle.

Draußen ist in der Zwischenzeit die Luft rein. Wir beginnen gleich mit der Konstruktion der Brücke. Vielleicht gelingt es uns damit, die beiden anderen Brücken zu meiden. Die sind gewöhnlich schwer bewacht und ob wir nochmal besiegen können, was gerade die Brücken bewacht, ist nicht sicher. Die Brücke wird konstruiert - glaube ich. Sie ist in der Tat unsichtbar. Nun tut sich auch das Problem auf: Wie sollen wir den Weg über eine unsichtbare Brücke finden? Veil und Ketis werden uns lotsen müssen, langsam den Weg mit ihren Stöcken tastend. Auf halber Strecke wird die Brücke wackelig. Sie scheint nachzugeben! Zurück! Fyron, noch am weitesten auf festem Land, spricht mit dem Gnome. Dieser tut irgendetwas, spielt an der Brücke herum und meint, sie jetzt stabilisiert zu haben. Zumindest die Hälfte. Jeder zweite Schritt ist nun wieder fester Boden, doch der Rest ist dafür komplett weg. Wir mühen uns zurück auf das feste Land. Niemand stürzt ab. So ganz im Griff scheint Troni seine Erfindungen nicht zu haben. Vielleicht hat er doch etwas Ähnlichkeit mit unserem Toni.

Nachtmar

Wir entscheiden uns für die beiden anderen, ungefährlicheren, Brücken. Wir schicken Lulu voraus, Ausschau halten. Sie kommt zurück, warnt uns vor dem bösen Ritter auf der näheren Brücke. Die andere Brücke ist sicherer. Dort halten in der Tat noch ein paar verbündete Soldaten die Brücke, damit Nahrung und Vorräte von der anderen Seite geholt werden können. Der Boden ist von feinem, weißen Staub bedeckt - was vom Knochenteufel übrig ist. Die Soldaten auf der Brücke halten uns an. Wollen wissen, ob wir Teufel sind. Sind wir nicht. Den Knochenteufel haben sie offenbar wirklich besiegen können. Einer meint, Fyron zu erkennen. Oder so ähnlich. Er hat so jemanden vor einiger Zeit schon gesehen, mit anderer Haarfarbe. Aber mit kaputtem Schwert. Soll die Ketten runter geklettert sein. Yoryth? Wir werden nochmal vor dem Ritter auf der anderen Brücke gewarnt. Er sei sehr mächtig, lasse aber andere Dämonen passieren, wenn sie ihm überlegen sind. Dämonen machen sich auf den Weg zum anderen Ende der Stadt. Wir ahnen, wohin - zu Liashandra. Das könnte unsere Spur sein. Zumindest wissen wir nun, wie wir zu Liashandra kommen. Wir folgen, in sicherem Abstand, den Dämonen. Doch was, wenn wir dort sind? Wieso sollte sie uns helfen? Das wird uns bestimmt etwas kosten.

Wir finden so den Weg zum Stadtmarkt. Ein paar Dämonen halten hier Wache. Veil fragt sie nach Liashandra. Wieder in dieser Sprache - der Sprache der Dämonen! Uns wird der Weg gezeigt, wir werden zur Tür durchgelassen, doch aus den Augen lässt man uns nicht. Mich beschleicht die Ahnung, dass wir bereits erwartet wurden. Wir werden einfach eingelassen. Niemand stellt Fragen, niemand hält uns auf. Das geht zu einfach, als dass hier nicht noch mehr im Spiel sein müsste. Wir kommen in einen Raum, hier sollen wir warten. Bei einigen Dämonen - und einem Triton. Ketis Vater. Unsere Ankunft hier muss wohl Teil einer Abmachung gewesen sein. Hier werden wir auch Liashandra vorgestellt. Wir sprechen über die Ketten. Auch sie scheint sich an den Ketten zu stören. Die Gründe leuchten mir nicht ganz ein. Scheint mit Seelen zu tun zu haben und dem Blutkrieg zwischen Teufeln und Dämonen. Die Ketten zu lösen wird nicht einfach sein, sie sind aus Höllenstahl gefertigt. Doch es gibt vielleicht Wege. Hier kommen die Kosten ins Spiel. Für alle weiteren hilfreichen Informationen sollen erst wir etwas für Liashandra tun.

Eine Art Dämonenschreck, vermutlich ein Gebäude, ist ihr ein Dorn im Auge. Der muss Teil der Schutzmaßnahmen der Teufel gegen die Dämonen sein. Wir sollen den außer Gefecht setzen. Wir finden den unterhalb der Stadt, auf dem Grund Avernus’. Den Weg dort hin zu finden wird nicht einfach sein. Wir müssen immer noch irgendwie die Ketten hinab kommen und wo dieser Dämonenschreck steht, wissen wir auch nicht. Vielleicht kann uns die Karte von Avernus hilfreich sein, die wir in Kerzenburg erhalten haben. Die findet auch Liashandra interessant. Sehr interessant sogar. So interessant, dass sie uns einen Ring aufdrängt, mit dessen Hilfe sie im tragischen Fall unseres verfrühten Ablebens doch noch die Karte retten könnte. Oder vielleicht zuvor das Ableben sogar verhindern? Das wird uns nicht versprochen, aber vielleicht genügt die Karte als Motivation dafür, sollte die Situation die Hilfe der Dämonen erforderlich machen. Außerdem gibt es sogar einen Plan, wie wir hinab auf den Boden der Hölle kommen: Mit großen, fliegenden Insekten.

Wir haben keine große Wahl und keine anderen Pläne. Wir stimmen dem Handel zu und fliegen los.