Genug Visionen

Lesedauer ~ 4 Minuten · 22. Mai 2021

Zehnte Vision - Verrat

Wir stehen wieder auf einem Hügel, in Avernus. Um uns herum toben Schlachten. Dämonen, Teufel, die Völker Torils. Neben uns spricht Zariel, hektisch. Die Dämonenarmee beugt sich unter Olanthius’ Angriff. Haruman könnte sie mit seiner Streitmacht in die Zange nehmen, Yeenoghu besiegen. Zu unserer Rechten ertönt eine Trompete, ein lautes Signal. Rückzug. Zariel und Yael sind verwirrt. Sie haben nicht den Befehl gegeben, zum Rückzug zu blasen. Alle brechen hektisch auf, nachsehen. Eine Formation von Pegasi flankiert Zariel und Yael auf Lulu. Yael verlangt einen Bericht von ihren Adjutanten. Jander habe den Rückzug befohlen, viele Truppenteile ziehen sich zurück. Yael entgleiten die Gesichtszüge, fassungslos.

Die verbliebenen Truppenteile versuchen, Haruman den Rücken freizuhalten. Yael lässt von Lulu ab und sich in die Tiefe stürzen, wird von einem der Pegasi aufgefangen. Lulu und die anderen Pegasi stürzen sich auf eine dunkle Wolke fliegender Dämonen hinab. Das Schlachtenglück wendet sich.

Pegasus

Elfte Vision - Yaels Opfer

Wir hören Maggies Stimme, körperlos, als käme sie von überall und nirgendwo zugleich. Irgendetwas käme auf uns zu, eine mächtige Erinnerung.

Wir sehen einen großen Trupp der elturianischen Streitmacht durch das Portal fliehen, ehe es sich hinter ihnen verschließt. Überall um uns herum liegen Tote aller möglichen Rassen. Der Sand ist rot gefärbt vom Blut. Am roten Himmel nähert sich eine riesige schwarze Wolke. Eine Schar Dämonen kommt schnell näher. Lulu und Yael sind hier allein, den Dämonen ausgeliefert. Yael zieht das blau leuchtende Schwert hervor. Sie bittet im Namen von Zariel, Solar von Celestia und in ihrem eigenen Namen die Götter um die letzte Unterstützung, voller Verzweiflung. Das Schwert darf nicht in die Hände der Dämonen fallen. Vielleicht kann sie auch noch Lulu retten. Für sie selbst sieht es weniger gut aus. Ein kleiner, dünner Lichtstrahl bricht den roten Himmel, scheint herab auf Yael. Sie nickt ein letztes Mal, dankt Lulu, ehe sie das Schwert in einen Stein zu ihren Füßen stößt. Das blaue Leuchten des Schwerts erlischt, wird langsam dunkler, ehe ein neues, blendend helles und weißes Licht hervorbricht. Yaels Form scheint langsam in das Schwert überzugehen, bevor es sich ausbreitet. Aus dem Stein, dem Schwert, aus Yael erhebt sich eine große weiße Festung, ein Bollwerk gegen das Böse in Avernus, ein Tempel der Gerechtigkeit. Avernus wehrt sich gegen diesen Fremdkörper, versucht ihn in zu bedecken mit seinem eigenen korrupten Fleisch und Boden.

Wieder zurück bei Maggie

Wir erwachen zurück im Raum bei Maggie. Sie sortiert einen wilden Haufen an Aufzeichnungen. Sie scheint offenbar alles mitbekommen zu haben. Wir wussten bereits, was mit dem Schwert passiert sein könnte. Nun wissen wir auch, wie es passiert ist. Das wird noch eine große Rolle spielen. Wo es sich jedoch befindet, weiß auch Maggie nicht. Sie weiß dafür ein paar andere Dinge. Olanthius hat seine Gefallenen in der Krypta der Höllenreiter begraben, gar nicht weit von hier. Als er vom Verrat erfahren hat, hat er sich in das nächste Schwert gestürzt. In der Hölle läuft alles aber etwas anders. Er bleibt Zariel verpflichtet, auch gegen seinen Willen und nach seinem Tod. Haruman hat seinen eigenen Grabeshügel, nahe Bels Schmiede und der Allee der Verräter. Dort hat er sich diejenigen vorgenommen, die ihn und Zariel verraten haben und sie einzeln an den kargen Bäumen Avernus’ aufgehängt.

Ehe wir aufbrechen, sprechen wir noch eine Weile mit Maggie. Den Herzstein dürfen wir nicht wieder mitnehmen. Es gibt auch keine weiteren Seelenmünzen. Toni scheint welche zu brauchen, seine Schulden zu bezahlen. Mit seinen waghalsigen Unterfangen bringt er uns aber eher in Gefahr. Ich bezahle seine Schulden. Vielleicht sind wir so ein wenig sicherer. Während wir anderen schon auf dem Weg zurück zum Fahrzeug sind, bleibt Ketis noch zurück. Sicherlich wegen seines Stabs, den er ertauschen will. Wir erfahren auch, dass wir in Fort Knucklebone nicht mehr willkommen sind, solange wir von Dämonen verfolgt werden, die dieses Buch an sich reißen wollen, was wir schon einige Zeit bei uns führen. Das Demonomicon. Nicht den Creed Resolute. Loswerden sollten wir aber vermutlich einfach beide.

Demonomicon

Hinaus nach Avernus

Unsere kleine Lulu wird riesig, nun da sie sich daran erinnert, wie groß sie werden kann. Sie kennt vielleicht den Weg zu dem Ort, an dem sich Yael geopfert hat, das Schwert zu schützen. Dorthin wollen wir als nächstes aufbrechen. Der Weg dorthin führt über Stock und Stein. Mir ist, als führen wir im Kreis, doch bekannt kommt mir hier nichts vor. Wir kommen an einer Kette an, wie sie auch Elturel in Avernus hält. Diese hier führt zu einem Berg aus Fleisch und Blut. Wir sind da.

Wir fahren, soweit wir mit unserem Fahrzeug über diese Wunde in Avernus kommen, dann steigen wir aus, folgen der Kette. Ein Rinnsal aus Blut deutet den weiteren Weg. Hier hat diese Kette eine Wand eingerissen, eine Art Tunnel offenbart. So gelangen wir tiefer in den Hügel hinein, stoßen auf die Wände und Fenster der Festung. Ein Fensterbild zeigt Zariel, und Lulu.

Zariel und Lulu auf Glas dargestellt

Von weiter oben hören wir Geräusche, auch hier sind wir bestimmt nicht vor Dämonen, Teufeln und anderen Bewohnern Avernus’ sicher. Wir kämpfen uns durch ein paar Dretches und andere Ungeheuer, bis wir zu einer größeren Halle gelangen, wir vernehmen ein Wimmern. Ein Teufel hängt an eisernen Ketten, die in metallenen Köpfen wie die von Hyänen enden. Als wir den Raum betreten, hören ein paar Chasmen auf, ihn zu quälen. Stattdessen kämpfen sie nun gegen uns.

Chasme