Bels Schmiede

Lesedauer ~ 7 Minuten · 13. März 2021

Unten angekommen finden wir uns in der Schmiede Bels wieder. Hier steht alles voller Waffenregale. Gewaltige Ambosse stehen bereit. Riesen führen Feuer, schmieden riesige Waffen. Ein Elf leitet sie an. Riesen und Elf haben Ketten an den Beinen, offenbar sind sie nicht ganz freiwillig hier.

Ein von Ehrfurcht gerührter Ketis sieht sich seinem Herrn gegenüber, der auf seinem Thron die Arbeiten überwacht. Auf einem Tisch vor seinem Thron liegen ein paar lange metallene Stäbe. Ketis legt wortlos noch ein paar dazu. Was sind das für Stäbe?! Hat er die hier gesammelt, oder vorher schon? Sie scheinen abgezählt, ein paar fehlen noch.

Feuerriese

Kampf in der Schmiede

Fyron eilt zum hier gefangenen Elfen, Yoryth. Dieser erblickt Fyrons Schild und schreckt zurück. Irgend etwas daran macht ihm Angst. Fyron spricht erst mit Yoryth, während wir mit Bel sprechen, der von Ketis noch weitere Stäbe fordert. Dann will aber Fyron wissen, wieso er den Schild nicht in die Lava werfen solle. Bel scheint plötzlich sehr uninteressiert an unserer Unterhaltung über Stäbe. Der Schild scheint auch ihn sehr zu interessieren. Darin wohne ein gewisser Gargauth. Sein Vorgänger. Hat angeblich einen Vertrag abgeschlossen, 13 Städte in die Hölle zu bringen. Wie viele genau schon hier unten gelandet sind, weiß auch nur Gargauth. Bel hat nur die Docks für die gefallenen Städte konstruiert. Sonst war er weniger beteiligt. Nun sitzt er auf dem Thron. Lange können wir nicht darüber nachdenken und diskutieren. Bel reißt die Augen auf, überrascht und wütend. Fyron hat den Schild in die Lava geworfen. Langsam versinkt es darin. Ein geisterhaftes Gesicht ist alles, was noch übrig bleibt, ehe es ganz untergetaucht ist. Aus der Lava empor steigt jemand anderes - Gargauth, befreit. Die Lage scheint ernst. Bel hat vollkommen das Interesse an uns und den Stäben verloren. Die Feuerriesen werden befreit. Er verspricht ihnen die Freiheit, wenn sie Gargauth aufhalten. Gargauth verliert ebenfalls keine Zeit. Er will diese Schmiede übernehmen. Dazu nutzt er sein Schwert, Bel anzugreifen. Mit unserer Magie können wir wenig gegen ihn ausrichten. Tonis magische Geschosse, mein heiliges Feuer Torms - nichts zeigt Wirkung gegen Gargauth. Die Riesen stürmen auf ihn zu, immerhin ihre kräftigen Hiebe scheinen Gargauth zu verwunden. Doch wenig später schließen sich die Verletzungen schon wieder. Hier gibt es wenig für uns zu holen. Rückzug ist der einzige Weg. Den gleichen Gedanken scheint Bel zu haben. Gerade stand er noch neben seinem Thron, im Kampf gegen Gargauth. Nun steht er schon bei Yoryth und Fyron. Wir sollen zu ihm kommen, schnell. Ob das eine gute Idee ist? Viel Zeit nachzudenken haben wir nicht. Wir haben Glück, Bel scheint es gut mit uns zu meinen. Er versammelt uns um sich. Wenig später schwindet der Schwefelgeruch, wir finden uns vor dem Vulkan wieder. Inmitten des Armeelagers, fürs Erste sicher.

Bel

Bel befehligt seine Armee hinein in die Schmiede. Gargauth aufhalten - koste es, was es wolle! Wer die Metallstäbe sicherstellt, wird augenblicklich befördert. Ihm scheint viel daran zu liegen. Nicht so viel wie an seinem Leben. Offenbar scheint ihm auch etwas an unserem Leben zu liegen. Immerhin hat er Yoryth und uns vor dem Kampf bewahrt und mit hier hinaus gerettet. Er scheint noch Pläne für uns zu haben. Unser Streben, Zariel das Handwerk zu legen, spielt ihm in die Karten. Er geht noch etwas weiter. Er will uns darin sogar unterstützen. Für einen angemessenen Preis natürlich. Wir sollen weiterhin dabei bleiben, Zariel das Handwerk zu legen. Sollten wir das nicht schaffen, gehören unsere Seelen ihm. Mit Nicht-Schaffen meint er Sterben. Dafür will er uns ein wenig mächtiger machen, unsere Kräfte stärken und sogar noch das eine oder andere seltene magische Kleinod obendrauf legen. Ketis ist der erste, der einer Vertragserweiterung zustimmt. Wir anderen beschäftigen uns zuerst noch etwas mit dem Kleingedruckten und den Nebenabkommen und verhandeln noch etwas darüber. Yoryth wird von seinem eigenen Vertrag entlassen und zurück in seine Heimat geschickt. Wir verlangen noch einen Aufschub mit den Seelen. Erst nach elf Tagen sollen nach unserem Ableben unsere Seelen in den Dienst von Bel gehen. So geben wir Torm noch eine gewisse Zeit Gelegenheit, uns vor diesem Schicksal zu bewahren. Das kann nur in Bels Interesse sein, können wir so doch den Kampf gegen Zariel noch länger fortführen. Eine zweite Chance quasi. Nach einiger Zeit Verhandlung und Feilschen werden wir uns einig. Wir stimmen zu. Ich bekomme aus der Schmiede eine mächtige Plattenrüstung, einem Zwerg angemessen. Fyron bekommt einen neuen Schild - ohne Erzteufel. Toni bekommt eine neue Robe, blau. Veil bekommt einen Stab, wie gerade aus der Erde ausgegraben. Ketis bekommt neue Armschienen, die seine Kräfte noch etwas stärker machen. Und alle zusammen dürfen wir ein Floß verwenden, mit dessen Hilfe wir den Styx mit unserem Fahrzeug überqueren können.

Zwergenrüstung

Abschied von Yoryth

Zeit, Abschied von Yoryth zu nehmen. Gerade haben wir ihn erst getroffen, noch gar nicht kennengelernt, schon soll er zurück ins Feywild. Anders als Sasilas greift er nicht an. Er scheint ein Freund Fyrons zu sein. Fyron ist darüber sehr geheimniskrämerisch. Ein paar Gesprächsfetzen schnappen wir auf. Sasilas ist wohl nicht mehr tot. Fyron ist hier, Yoryth zu retten. Das ist gelungen. Nun sei es an Yoryth, die Heimat wieder aufzubauen. Yoryth scheint sich nicht so sicher, ob es noch viel Zuhause gibt. Ohne den Schild gebe es für den das Fey keinen Grund, Durannor weiter zu verstecken. Überhaupt sei er auch nur hier, weil er Bel versprochen habe, Waffen zu schmieden als Gegenleistung für den Schutz ihres Zuhauses. Ich verstehe nicht viel davon. Klar ist, dass Fyron große Risiken eingegangen ist und viel Aufwand betrieben hat, Yoryth zu retten. Mit der Befreiung Gargauths aus dem Schild steht wieder alles in Frage, doch jetzt haben sie zumindest eine Wahl. In diese Unsicherheit wird Yoryth entlassen und zurück in seine Heimat geschickt. Nach kurzer Zeit verschwimmen die Erinnerungen an die Unterhaltung auch schon etwas.

Die ersten Abgesandten aus Bels Heer kehren zurück. Nach einem kurzen aber heftigen Gefecht hat sich Gargauth vom Schlachtfeld in der Schmiede entfernt, ist nun verschwunden. Die Gegend ist gesichert, die metallenen Stäbe in Verwahrung. Bel scheint zufrieden. Wir können nun weiter fortschreiten in unserem Unterfangen. Bel sei früher in der Konstruktion der Docks für die Städte und Luftschiffe beteiligt gewesen. Dafür gab es auch eine Art Kontrollstation in der Nähe. Dort könne es am ehesten gelingen, die Ketten zu lösen, die Elturel hinabziehen. Außerdem hätten sie ein Sibriex gefangen. Einen Siebrix? Ein mächtiges Wesen jedenfalls, ein sehr gefährlicher Dämon, der anderer Leute Gestalt wandeln kann. Von ihm könnten wir viel erfahren, er handle mit Informationen. Etwa darüber, wo Ketis die verbliebenen Stäbe finden könne. Darüber scheint Ketis einen Vertrag mit ihm zu haben. Die Stäbe zu beschaffen.

Erholung

Zeit zu rasten. Während Veil sich auf den Weg zum Bazar macht, sprechen Ketis, Lulu und ich noch etwas über unsere Herren und unsere Verträge. Lulu möchte wissen, ob wir Zariel etwas antun wollen. Nur das Handwerk legen wollen wir ihr. Ketis stichelt. Nun sei ich ja auch einen Vertrag eingegangen, mit dem gleichen Teufel wie er. Das ist richtig. Gegen den Vertrag spricht aber auch nichts. Worauf wir eingewilligt haben, war ohnehin unser Vorhaben. Elturel zu retten hängt nicht nur daran, die Ketten zu lösen sondern auch Zariel das Handwerk zu legen, damit sie nicht noch weitere Städte in Gefahr bringt. Wenn einem ein Teufel dafür Vorteile in Aussicht stellt - umso besser. Sie sind verschlagen, sie sind böse und sie haben stets nur ihren eigenen Vorteil im Schilde. Aber an Verträge halten sie sich. So gehört es sich.

Wenig später kehrt auch Veil schon von ihrem Ausflug auf den Bazar zurück. Sie hat eine kleine Rüstung für Lulu anfertigen lassen bei einem der Schmiede hier. Die Arbeit wirkt ordentlich angefangen, der Harnisch wirkt stabil. Doch danach scheint dem Schmied die Lust ausgegangen zu sein. Die Kanten sind scharf und schartig, die Kontur nicht ganz zu Lulu passend. So viel Schmiedekunst beherrsche ich auch! Mit etwas Geduld, etwas Arbeit und viel Sorgfalt gelingt es mir, zumindest die gröbsten Probleme aus der Rüstung zu hämmern. Weiche Kanten. Noch ein Lederriemen, mit dem der Harnisch besser hält ohne über die Nase zu rutschen.

Wir legen uns zur Rast. Ein ereinigsreicher Tag mit zwei Erzteufeln geht zuende, der nächste steht uns bevor mit neuen Abenteuern. Damit ist auch der erste Tag der Frist verstrichen, die uns Mephistopheles gesetzt hat. Da war ja noch was.

Zurück über den Styx

Auf dem Weg zum Floß, den Styx zu überqueren, fahren wir durch eine Art Allee. Doch in Avernus gibt es keine Bäume. Was hier aussieht wie Bäume ist in Wahrheit rostiges Eisen. An den Bäumen aufgehängt sind Menschen, Elfen, Halborks. Sie tragen ein Symbol der Hellrider, die zwei Sonnen. Lulu scheint sie wiederzuerkennen und Balakros, der Imp der uns den Weg zum Floß leiten soll, erklärt uns die Straße der Verräter. Die hier Aufgehängten haben Zariel verraten, als sie beim Sturm der Hellrider in die Hölle die Flucht zurück durch das Portal antreten wollten.

Am Floß angekommen lassen wir unser Fahrzeug übersetzen. Ein Knochenteufel befehligt eine kleine Schar kleinerer Teufel. Nach etwa einer Stunde haben sie uns über die gefährlichen Strömungen des Styx befördert. Wir nutzen die Zeit. Veil verbannt Mondfarbe aus dieser Hölle zurück in seine Heimat. Mondfarbe hat seine Schuldigkeit hier längst getan. Der Aufenthalt hier behagt ihr nicht, so richtig zu erholen scheint sie sich nie. So schicken wir sie lieber zurück nach Mount Celestia. Vielleicht kann dort noch ein gutes Wort für uns eingelegt werden, das Torm und Tyr erreicht.