Auf dem Weg zu Ralzala

Lesedauer ~ 3 Minuten · 18. Juli 2021

In herrischem Ton werden wir angefahren, was wir hier unten bei ihm wollen. Ihm, das ist wohl Olanthius. Er will wissen, ob wir “sie” befreit haben. Wenn er seine Mumien meint, dann ja. Wir haben die gefallenen Krieger von ihrer Verdammnis hier unten bei ihm befreit. Dafür waren sie uns dankbar. Er ist es auch, glücklicherweise. So müssen sie keine Teufel werden und im Blutkrieg mitkämpfen. Er selbst ist schwieriger zu erlösen. Seine Untergebenen hier sind durch den Verrat Janders ums Leben gekommen. Er ist hierher gebannt, sich um die Toten zu kümmern - wegen seines Verrats an Zariel. Sein Schicksal hier wird noch andauern, auch wenn wir zumindest seine Untergebenen vor einem weiteren blutigen Krieg bewahren können. Er weiß, wo Zariel sich befindet. Mit ihrem Luftschiff streift sie durch Avernus. Sie und ihre Offiziere, Soldaten und Untergebenen. Dazu gehört auch er, noch immer an ihre Seite gebannt, wenn auch gegen seinen Willen. Vielleicht wäre er ein guter Verbündeter, wenn es zur Konfrontation mit Zariel kommt. Zariels weitere Offiziere sind ihr vermutlich loyaler als er. Haruman etwa. Auch er ist an Zariels Seite, wenn auch freiwillig. In seine Zuständigkeit fallen diejenigen, welche Zariel verraten haben, die sie in Avernus zurückgelassen und auf ihrer Flucht hinter ihnen das Portal geschlossen haben. In seiner Allee der Toten hängt er sie an Bäume. Ihr Blut dient dem Vampir Jander als Nahrung - dem größten Verräter unter ihnen, der zuoberst auf dem Hügel am größten der Bäume aufgespießt ist. Wir werden sehen. Noch ist aber auch Olanthius in Diensten Zariels. Als er an ihre Seite gerufen wird, ist es auch für uns Zeit, aufzubrechen.

Auf dem Weg zu Ralzala

Wir sind noch immer auf der Suche nach Verbündeten. Vielleicht wäre die Ralzala, die Dao, eine mächtige Unterstützung. Dafür müssten wir aber auch sie zuerst befreien. Um den Bann zu lösen, der sie an Ort und stelle bindet, brauchen wir das Blut eines Titanen. Einen Titanen haben wir hier in der Hölle noch nicht getroffen. Weiter im Süden ragt jedoch ein gewaltiges Schwert aus dem Boden von Avernus, nebst einem ebenso großen Helm. Ein Titan ist dort nicht zu sehen. Dennoch ist dort der erste Ort, an dem man nach einem Titanen oder zumindest seinem Blut suchen würde.

Dort angekommen finden wir natürlich keinen Titanen vor. Dessen sind wir uns schon aus weiter Ferne sicher. Im Helm finden wir jedoch einen Stachelteufel. Er wirkt aufgebracht, aggressiv - angreifen will er uns aber nicht. Er will hier sein Zuhause bewahren, bis er das Blut Tiamats gefunden hat. Nachdem das keine ganz einfache Aufgabe ist, scheint er stattdessen schon eine ganze Weile hier in diesem Helm zu hausen und nicht nur ein Wenig verrückt geworden zu sein. Er ist geneigt, uns zu helfen - wenn wir ihm helfen, das Blut der Drachengöttin zu beschaffen. Stattdessen nehmen wir ihn einfach mit. Wir sind überzeugt, dass vielleicht er ein Titan sein könnte, vielleicht gebannt oder verwandelt in diese Form.

Vielleicht weiß die Dao mehr. Wir machen uns wieder auf den Weg zu ihr. Weit kommen wir nicht. Die üblichen Gefahren Avernus’ wissen wir mittlerweile zu meiden und zu umfahren. Jetzt droht uns aber ein Hinterhalt. Mordakhesh, der Rakshasa, rechte Hand von Gargauth mit zwei linken Händen, stellt sich uns in den Weg. Das Kämpfen überlässt er gewaltigen Riesen, die sich auf uns stürzen. Mit denen machen wir kurzen Prozess. Mordakhesh wähnt sich in der Ferne in Sicherheit, hat den Boden aufgerissen und versteckt sich hinter einem kleinen See von Lava, der uns den Weg zu ihm und weiter zur Dao versperrt. Denkt er, doch Ketis sitzt am Steuer unseres Fahrzeugs. Wir springen auf und halten drauf. Mit etwas Demon Ichor im Antrieb springen wir über den Lava-See, direkt auf ihn zu. Wir erwischen ihn, doch er steht wieder auf. Ehe wir mit unserem Fahrzeug zum Stehen kommen und uns für einen neuen Anlauf bereit machen können, entschwindet er feige in magischem Rauch.

Mordakhesh