Ab mit dem Helm!

Lesedauer ~ 6 Minuten · 3. Oktober 2020

Ein Feuerball hat mich ausgeschaltet. Als ich wieder zu mir komme, ist der Kampf bereits vorbei, was auch immer mit Feuerbällen geworfen hat, scheint besiegt. Die Ghasts werden nach draußen geschafft, wir verbarrikadieren die Tür. Wir wollen hier Rast machen, nun da es sicher ist. Die Anderen durchsuchen noch die Räume nach Habseligkeiten der Leute, die hier vorher gewohnt haben und sie nicht mehr brauchen. Ich kümmere mich um meine Verletzungen und lege mich sogleich ins Bett. Knapp noch einmal dem Tod entkommen.

Ein neuer Tag in der Hölle?

Vermutlich ist es Morgen, als ich wieder aufwache. Es gibt immer noch keinen Mond, keine Sonne und auch sonst nichts, anhand dessen man den Verlauf der Zeit hätte ablesen können. Sind wir schon eine ganze Woche hier in der Hölle? Vielleicht fünf Tage… schwer zu sagen. Es spielt auch keine Rolle.

Ein seltsamer Geruch liegt in der Luft. Es ist auch heiß, wärmer als sonst. Noch halb schlaftrunken sehe ich auf dem Flur nach. Dort steht nur Rauch. Feuer! Feuer! Zusammen mit Lulu versuche ich, die anderen zu wecken. Wir springen aus dem Fenster, Toni bremst unseren Fall mit seiner Magie. Das Haus steht bald lichterloh in Flammen und es riecht fast nach heißem Wein.

Noch immer geht der Helm nicht ab. Wir brauchen Hilfe. Doch woher? Hier in der Hölle gibt es nur einen Ort, wo man uns wohlgesonnen ist. Aber können wir zurück zur hohen Halle kehren, wenn der Dämonenprinz Baphomet noch immer bei uns ist? Wir haben keine andere Wahl. Wir brechen auf, schleichen uns die bekannten Wege zurück. Auf dem Weg begegnen wir einem Dämon, der auf einem Hausdach sitzt. Er greift nicht an. Wir greifen nicht an. Stattdessen unterhält er sich mit Veil. Noch immer kann ich Veil und den Dämon verstehen. Doch in den Gesichtern der anderen steht nur die Verwunderung geschrieben. Und das Misstrauen. Spricht Veil die Sprache der Dämonen? Und ich? Der Dämon ist sehr redegewandt. Ein Philosoph. Er kann uns nicht mit dem Helm helfen, doch hat er zumindest ein paar Dinge darüber zu erklären. Es ist möglich, ihn abzubekommen. Artefakte solcher Qualität sind sehr mächtige und kostbare Gegenstände. Entfernt man sie aus ihrer angestammten Ebene, gibt es manchmal… Überlagerungen. So muss es Baphomet gelungen sein, durch mich zu sprechen.

Zurück bei der hohen Halle

Wir kommen bei der hohen Halle an. Die anderen wollen Hilfe holen, vielleicht kann Pherria helfen. Zusammen mit Ketis warte ich oben. Kein Grund, Baphomet auch noch die letzten paar Fuß bis zum Versteck zu zeigen. Während wir warten, lauschen wir angespannt auf den Vorplatz. Ein Geräusch, als zöge jemand Ketten über den Hof, ist zu hören. Wir verhalten uns ruhig. Durch ein paar Spalten und Fenster können wir einen Dämon erblicken, doch er hat uns nicht gesehen. Wenig später kommen die anderen auch bereits zurück, mit einer sichtbar verstörten Pherria. Irgendetwas muss geschehen sein - oder ist es nur die Hölle, die ihr hier unten noch immer zusetzt? Sie kann mir in der Tat helfen. Wir müssen dazu einen Altar Torms wiederherstellen und brauchen einen mächtigen Gegenstand mit Verbindung zu Torm. Wir wollen es mit dem heiligen Symbol Torms versuchen, das wir Thavius Kreeg abgenommen haben, als wir ihn in der Kanalisation unter Baldur’s Gate abgenommen haben. Das scheint nun eine halbe Ewigkeit her. Mir scheint es passend, dieses heilige Symbol, das Thavius durch seine Machenschaften entehrt und missbraucht hat, wieder einem guten Zweck zuzuführen und Torms Macht dadurch zu bündeln. Wir versuchen es. Pherria spricht verschiedene Gebete, versucht den Bann auf dem Helm zu brechen, doch es gelingt nicht. Das Symbol ist nicht mächtig genug. Die Verbindung kann nicht gebrochen werden. Wir brauchen etwas anderes.

Schwebender Turm

Pherria weiß von einem Streitkolben Tyrs, der in einem der Türme der hohen Halle aufbewahrt wird, eine Reliquie. Doch der Weg dorthin ist beschwerlich, da nur noch der obere Teil des Turms übrig ist und enthemmt über dem Boden schwebt. Ohne den stützenden unteren Teil, den mit der Treppe. Veil kann jedoch nun fliegen, mit Magie. Sie macht sich auf den Weg, nimmt Lulu mit zur Unterstützung. Zusammen wollen sie das mächtige Artefakt aus dem Turm bergen, während wir unten auf sie warten. Wir halten den Atem an, doch lange passiert nichts. Wir hören plötzlich ein paar Schläge, wie die eines Hammers, und wenig später rast Lulu durch die Lüfte, dicht gefolgt von einem schauderlichen Teufel, weiß wie Bein. Veil stürzt aus dem Turm, Toni kann ihren Fall wieder magisch bremsen. Wir machen uns auf den Weg zurück in die Halle. Lulu konnte ihrem Verfolger entkommen.

Streitkolben des Tyr

Zeit, für einen neuen Versuch, diesmal mit dem Streitkolben Tyrs. Die Gebete zehren an meinen und Pherrias Kräften, doch schlussendlich gelingt es uns, den Bann zu brechen. Der Streitkolben Tyrs war mächtig genug. Die Verbindung zu Baphomet ist gebrochen.

Wir können uns auf den Weg hinab in das Versteck machen. Wir mischen uns etwas unter die Leute. Es sind noch mehr Flüchtlinge geworden. Ich erfahre, dass offenbar ein großer Vogel, der auf Dächern saß, die Heime mancher hier vernichtet hat. Ketis wird um Hilfe bei der Instandsetzung mancher Barrikaden gebeten. Wir treffen auch auf Ulder. Seine Männer haben sich die Ketten angesehen, welche die Stadt an ihrem Platz halten. Sie sind stabil genug, daran hinab zu klettern, doch muss es schnell gehen, da ihre Glieder heiß wie Feuer sind. Die Ketten zu lösen wird notwendig werden, sobald wir den Vertrag brechen können, der Elturel in die Hölle verdammt.

Doch wie?